Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch.

 

WARUM HABE ICH ES ABGEBROCHEN?

Den Anfang der Geschichte fand ich noch ganz ok und Mos Arbeit als Fotografin und was sie alles so in die Bilder hineininterpretiert, war vielleicht sogar noch interessant. Dann kam der große Höhepunkt, nämlich als Mo mit der Großmutter ihres Freundes, Aino, vom Familienfest flieht, nachdem dort ein paar unschöne Dinge geschehen sind. Ab da ging es für mich aber bergab. Die Reise der Frauen war leider sehr langatmig und erwies sich als sehr zäh. Es passierte absolut nichts und ich hatte das Gefühl mit jeder weiteren Seite verlängert sich die Reise um Jahre. Den Erzählstil fand ich auch nicht unbedingt gelungen, da es für mich zu viele zu verschachtelte Sätze gab. In der Handlung habe ich den roten Faden gesucht. Zudem hat Nina Blazon zu viele Nebenhandlungen eingebaut, teilweise kam es mir wie ein großes Durcheinander vor, sodass ich immer wieder aus der Geschichte rausgeworfen wurde.

Und zu guter Letzt die Charaktere. Mo ist generell kein Charakter der Sympathien weckt, da sie sehr eigensinnig und zickig ist. Aber auch für die anderen Figuren konnte ich keine Sympathie empfinden. Jeder wirkt hier irgendwie aggressiv, jeder hat eine Mauer um sich herum aufgebaut und jeder scheint wie ein Einzelkämpfer, was nur selten nachvollziehbar ist. Aino war vielleicht noch der einzige Charakter der eine interessante Spur hinterlassen hat, da sie schon vieles im Leben mitgemacht hat und ein Ziel verfolgt. Aber leider war sie auch nicht so interessant, dass ich ihre Geheimnisse wissen wollte.

 

ZUSAMMENFASSEND

„Liebten wir“ war für mich leider eine Enttäuschung. Die Handlung war zu zäh und zu langatmig. Die Charaktere waren durchweg unsympathisch. Der ganze Erzählstil war mir zu durcheinander mit zu vielen Handlungssträngen, sodass ich immer wieder aus der Geschichte geworfen wurde. Vielleich gebe ich dem Buch irgendwann nochmal eine Chance oder ich wage mich doch mal an ein Fantasybuch der Autorin. Dieses Buch war aber leider nichts für mich.


{Werbung} Infos zum Buch

Verlag: Ullstein Verlag
ET: Juni 2015
Seiten: 560
Reihe: Einzelband
Format & Preis: Taschenbuch – 9,99 EUR

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Ullstein Verlag

One thought on “Abgebrochen: Nina Blazon – Liebten wir”

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