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Von den positiven Seiten, eine kleine Bloggerin zu sein

Als ich vor etwas über drei Jahren mit dem Bloggen anfing, hätte ich nicht gedacht, jemals so weit zu kommen. Und doch bin ich heute noch da und fülle dieses kleine Herzenstück mit dem Namen „Literaturliebe“ mit Beiträgen und viel Liebe. Ich weiß, dass ich mir mittlerweile eine feste Followerzahl erarbeitet habe, auch wenn viele vermutlich mehr im Hintergrund sind. Wie groß oder klein diese Anzahl ist, kann ich nicht genau benennen, da ich in WordPress keinen Einblick darauf habe (oder ich wie immer einfach zu blöd bin, es bei WordPress einzusehen). Dies ist aber auch nicht der entscheidende Punkt, denn selbst wenn ich das hier nur für 10 Leute mache – das Wissen, dass diese 10 Leute hier regelmäßig vorbeischauen reicht mir.

Manchmal genügt es auch klein zu sein

Ich habe mich nie als große und/oder bekannte Bloggerin gesehen. Und ich werde mich auch nie als eine von ihnen sehen. Es gab in diesen drei Jahren mal eine Zeit, da habe ich vielleicht darauf hingearbeitet, so groß und bekannt zu werden wie andere Blogs. Mittlerweile habe ich mich weiterentwickelt und dieses Ziel „verworfen“.

Ja, ich liebe den Blog. Ich liebe das Lesen, das Schreiben über Bücher und euch mit meinen Rezension vielleicht doch noch für das eine oder andere Buch zu begeistern. Mich über gefallene oder vielleicht auch nicht gefallene Bücher auszutauschen. Aber mittlerweile hat der Blog nicht mehr die erste Priorität. Noch vor einem Jahr habe ich mein Leben um den Blog herum aufgebaut. Heute baue ich den Blog um mein Leben herum auf. Und das ist der Punkt, warum ich es liebe, eine von den kleineren Bloggerinnen zu sein.

Ich bereue keine Minute, die ich bisher in diesen Blog investiert habe. Ich bereue keine einzige Begegnung, keinen einzigen Austausch, keine einzige Bekanntschaft oder Freundschaft, die sich aus dem Blog entwickelt hat und keinen einzigen Kontakt zu verschiedenen Verlagen und deren absolut lieben Mitarbeitern. Im Gegenteil, ich bin wahnsinnig dankbar dafür und liebe es. Aber genauso sehr liebe ich die Freiheiten, die ich mir mittlerweile selber setze und gebe.

Grafik eins

Von der Liebe eine kleine Bloggerin zu sein

Warum liebe ich es aber nun, eher zu den kleineren in der Bloggersphäre zu gehören?

Nun der erste Punkt wäre: Je größer man wird, desto höher werden die Erwartungen. Am besten jeden Tag ein Beitrag, möglichst viel Content, immer Up to date. Als kleine Bloggerin hat man diesen Stress und Druck nicht. Mittlerweile nehme ich mir die Freiheiten raus auch einfach mal ein oder zwei Wochen keinen Beitrag zu liefern, wenn es die Zeit (oder manchmal auch die Lust) einfach nicht zulässt. I’m sorry, aber Uni, Arbeit, Familie und Freunde gehen dann nun mal vor. Manchmal tun diese Mini-Auszeiten einfach gut, um sich neu zu sammeln und zu fokussieren.

Ein zweiter Punkt ist: Je größer man ist, desto mehr Rezensionsexemplare bekommt man. Klar guckt man mal neidisch hin, wenn schon wieder Überraschungspakete verteilt werden. Auch ich freue mich wahnsinnig über sie, hab jedes Mal Glücksgefühle und bin immer ganz aus dem Häuschen, sodass mein Freund mich immer sehr besorgt anguckt. Aber ich kann auch damit leben, wenn ich keins bekomme. Denn mit Versendung eines solchen Paketes ist auch immer eine gewisse Erwartung verbunden: eine Rezension. Ich kann es absolut nachvollziehen, dass die Verlage gerne eine Rezension dazu hätten. Wenn ich solche wunderbaren, mit Liebe verpackten Päckchen erhalte, versuche ich dem auch nachzukommen. Aber je mehr solcher Pakete man bekommt, desto höher wird wieder der Stress- und Druckfaktor.

By the way, noch ein Punkt, warum ich seit Anfang diesen Jahres fast vollständig auf Rezensionsexemplare verzichte: der Druck. Ich finde die Möglichkeiten, die Verlage uns mit Rezensionsexemplaren bieten toll und wirklich sehr nett. Aber man sollte sich immer bewusst machen, dass diese eine zeitnahe Gegenleistung in Form einer Rezension erwarten. Manchmal kann man aber nicht ein Buch in vier bis sechs Wochen lesen. Und erst Recht nicht, wenn noch ein ganzer anderer Stapel an Rezensionsexemplaren darauf wartet abgearbeitet zu werden. Ja, ich sage bewusst abgearbeitet, denn auch ich hatte schon solche Stapel. Lesen war für mich plötzlich Arbeit und kein Vergnügen mehr. Und das war für mich das Schlimmste, was passieren konnte.

Grafik 2

Eigene Freiheiten setzen

Wie gesagt, mittlerweile verzichte ich fast komplett auf Rezensionsexemplare. Das ist zwar dann unweigerlich damit verbunden, dass nicht sofort die neusten Bücher bei mir besprochen werden, gibt mir persönlich aber weniger Druck. Etwas, was neben Uni und Arbeit unglaublich entspannend und befreiend ist. Dann dauert es halt ein paar Wochen oder Monate bis ich das Buch lese und es eine Besprechung dazu gibt. Lesen wird aber für mich dadurch wieder genau zu dem, was es früher war: ein leidenschaftliches Hobby, bei dem ich mich entspannen und die Welt vergessen kann, ohne dass es für mich Arbeit oder Aufwand darstellt.

Als kleine Bloggerin und dem Verzicht auf Rezensionsexemplare hat man gleichzeitig auch den Vorteil, nicht jedes Buch besprechen zu müssen. Wenn ich mir das Buch selber kaufe, wen interessiert es dann, ob ich dazu eine Rezension veröffentliche oder nicht? Klar, euch interessiert vielleicht trotzdem meine Meinung. Aber wenn ich mich entscheide, keine Rezension dazu zu schreiben – aus welchen Gründen auch immer – dann ist das so. Ich habe kein Muss-Gefühl, weil ich das Buch vom Verlag erhalten habe.

Abschließend …

Ich möchte jetzt nicht, dass dieser Beitrag falsch verstanden wird. Ich bewundere die großen Blogger, die Zeit, die sie investieren und wie sie das alles unter einen Hut bekommen. Ich persönlich habe für mich festgestellt, dass ich es nicht immer schaffe alles unter einen Hut zu bekommen. In diesen drei Jahren, die der Blog nun besteht habe ich einfach entschieden, dass ich lieber eine kleine Bloggerin bin mit – für mich persönlich – weniger Stress, aber mit der gleichen Leidenschaft wie die anderen.

Habt ihr eine Meinung zu dem Thema?

Alles Liebe, Ela ♥

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28 Comments

  • Reply Booksnstories

    Schöne Ansicht, die du vertrittst.
    Ich finde es schick bei dir und professionell siehts auch aus, obwohl du ja sagst, dass du nicht jede freie Minute für den Blog aufwendest. Daher ein großes Kompliment dafür. Ich für meinen Teil bekomme seit geraumer Zeit weder das eine noch das andere hin xD
    Ich verstehe, warum Blogger „groß“ und zu einem starken Influencer werden wollen und werfe niemandem etwas vor, der sich dafür entscheidet. Aber ich persönlich sehe mich nicht als MarketingInstrument und strebe das auch nicht an. Gut zu lesen, dass es Personen gibt, die eine ähnliche Einstellung dazu haben wie ich.

    Buchige Grüße
    Christina

    28. April 2017 at 18:03
    • Reply Ela

      Hallo Christina,
      danke schön, dass der Blog so aussieht, liegt wohl auch am Design. Ich mag es bei sowas minimalistisch 🙂
      Ich weiß nicht, ob Marketinginstrumente nicht ein bisschen zu hart klingt. Aber klar, auch Verlage profitieren irgendwie von uns. Ob ich jetzt für den Verlag so ein großes Marketinginstrument und damit von Nutzen bin weiß ich nicht. Ist mir auch nicht so wichtig. Ich bin einfach eine junge Frau, die am liebsten liest und darüber schreibt. Nicht mehr und nicht mehr weniger 🙂

      Hab ein schönes Wochenende.
      Alles Liebe, Ela

      29. April 2017 at 7:59
  • Reply Rebecca

    So ein wunderbarer Artikel! Richtig schön. Ich denke, die wenigsten großen Blogger haben aktiv darauf hingearbeitet so groß zu werden, wie sie eben sind. Das hat sich mit der Zeit wohl einfach so ergeben. Das glaube ich mal, so naiv wie da an die Thematik rangehe.

    Insgesamt sind da so einige Punkte in deinem Beitrag, bei denen ich nur zustimmen kann. Das eigene Leben sollte immer vorgehen und eine Auszeit hat noch niemanden geschadet. 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Rebecca

    28. April 2017 at 18:30
    • Reply Ela

      Hallo meine liebe Rebecca,
      sicherlich, je länger das man mit den bloggen durchhält, umso größer wird man vielleicht. Ich mache das hier mittlerweile seit 3 1/2 Jahren und klar, sehe ich auch dass Twitter, Instagram und Co. irgendwie immer weiter wächst. Ich weiß nicht, wer da wirklich drauf hin gearbeitet hat oder nicht, aber das spielt ja auch keine Rolle. Manchmal kann man sich halt nur einfach „eingeschüchtert“ von den fühlen und dann ist es gut zu wissen, dass es auch ok ist, wenn man nicht ganz so bekannt ist.

      Auszeiten tuen immer gut und sie sich auch zu nehmen erst Recht. Und das gilt manchmal nicht nur für den Blog 😉

      Alles Liebe, Ela

      29. April 2017 at 8:03
  • Reply Julia

    Liebe Ela
    Wahre Worte <3 Ich bin auch noch ein relativ kleiner Blog in diesem grossen Bloggeruniversum, aber ich liebe jede Minute mit meinem Blog. Am Anfang wollte ich unbedingt zu den ganz grossen gehören, jene die Rezensionsexemplare ungefragt bekommen, tausende von Followern haben und mindestens zehn Kommentare unter jedem Beitrag. Aber inzwischen bin ich zufrieden mit meinen Blog und auch mit den Followerzahlen. Ich freue mich wahnsinnig über jeden Kommentar und finde es so schön wenn man regelmässige Leser hat, Stammkunden.
    Du hast mit diesem Beitrag sehr schön zusammengefasst, was ich denke. Danke dafür <3
    Liebste Grüsse
    Julia

    28. April 2017 at 19:09
    • Reply Ela

      Hallo Julia,
      vielen Dank für dein Kommentar. Ja, man die größeren unter uns schon bewundern 🙂 Aber ich bin mittlerweile auch zufrieden damit, nicht so groß zu sein. Ich persönlich habe genug Stress und Druck, das brauche ich für den Blog nicht auch nocht.
      Es freut mich,d ass du deinen Weg genauso gefunden hast und hoffe, du behältst die Einstellung auch bei 🙂

      Alles Liebe, Ela

      29. April 2017 at 8:05
  • Reply Sandra

    Liebe Ela,

    ach, ich kann dich gut verstehen. Mir geht es ähnlich wie dir. Ich sehe mich ebenfalls nicht als große Bloggerin und habe mittlerweile auch einfach nicht mehr die Zeit, um 20 Rezensionsexemplare zu besprechen und 25 Beiträge im Monat zu tippen. Ich blogge so vor mich hin, in meinem Rhythmus, lese so vor mich hin und fühle mich im Moment sehr wohl damit. Ich schließe Rezensionsexemplare nicht vollständig aus, aber in einem Maß, das mir Spaß macht. Ich achte nicht mehr so verbissen darauf, was außerhalb meiner kleinen Filterbubble an Blogs, die ich gern lese, passiert, aus Angst, ich könnte den neuesten Trend verpassen. Ich rege mich nicht mehr über Diskussionen auf, die einfach nur müßig sind und schon 1000x durchgekaut wurden. Nach fast fünf Jahren kann ich sagen, dass ich all das lockerer nehme, weniger verbissen sehe und mich konzentriere auf Dinge konzentriere, die mir einfach wichtiger sind. Bloggen ist mein Hobby. Mehr nicht.

    Ich finde deine Einstellung gut. 🙂

    Liebe Grüße aus der Nachbarschaft
    Sandra

    28. April 2017 at 19:13
    • Reply Ela

      Hallo liebe Sandra,
      dabei warst genau du immer eine von denen die ich als groß angesehen und total bewundert habe. Tue ich übrigens immer noch – ich liebe liebe liebe deinen Blog! 🙂

      Ich habe Rezensionsexemplare auch nicht komplett ausgeschlossen, aber verzichte fast vollständig darauf. Klar kommt es hier und da nochmal vor, dass ich doch eins anfrage. Aber es sind nicht mehr die Massen wie vielleicht noch vor ein oder zwei Jahren. Das ist einfach schon mal unheimlich befreiend und ich kann auch so lesen und bloggen wie ich Lust und Zeit habe. Über die Diskussionen auf Twitter & Co. rege ich mich auch nicht mehr auf und beteilige ich mich auch gar nicht erst dran. Meistens bekomme ich eh nicht mit, was da schon wieder passiert, weil ich teilweise zusehr in meiner eigenen Welt lebe 😛

      Es ist schön, dass du alles lockerer nehmen kannst und dich neben dem lesen auch auf die anderen Dinge konzentrierst, die Spaß machen. Ich habe auch gemerkt, wie wichtig das ist. Ich meine mich zu erinnern, dass es mal eine Zeit gab, in der es bei dir auch noch nicht so war. Daher hoffe ich sehr, dass du deine neue und wie ich persölich finde gesündere Einstellung auch beibehältst 🙂

      Ganz liebe Grüße zurück.
      Ela

      29. April 2017 at 8:13
      • Reply Sandra

        Awww ♥ ehrlich? Ich habe das irgendwie nie so empfunden, habe immer die wirklich richtig „großen“ Blogger – wenn man das nun mal einfach an Zahlen & Bekanntheitsgrad festhält & reduziert – bewundert, die so voller Elan egal ob allein oder im Team so viele Ideen auf den Punkt bringen konnten. Ich hatte immer das Gefühl, nicht oft genug, nicht innovativ genug zu sein. Irgendwann zerbrach meine Laune am Bloggen an meiner eigenen Erwartungshaltung selbst, die ich nicht mehr erfüllen konnte. Und so machte ich eine Pause nach der anderen, bis ich im Herbst letztes Jahr den Startschuss für ein neues Bloggergefühl gesetzt habe. Das tat wirklich gut.

        Die Masse macht es aus, ne? Man ist deutlich entspannter beim Bloggen. Und so kam auch die Lust am Lesen wieder. Ich war es leid, das Neueste vom Neuen, das Gehypte zu lesen. Ich war es leid, immer in jeder Sekunde up to date zu sein und mich in einen Hose quetschen zu wollen, die mir nicht recht passen wollte. Ich mag Kinderbücher, Jugendbücher, ich lese querbeet. Aber ich hatte keinen Bock mehr auf dieses Gefühl, bestimmte Bücher lesen zu müssen um im Gespräch zu bleiben.

        So wie es jetzt ist, fühle ich mich wohler und habe auch wieder neue Ideen & mehr Elan zum Schreiben. 🙂

        29. April 2017 at 13:45
        • Reply Ela

          Ja, wahrscheinlich hat eh jeder eine andere Defintion davon, wer oder was ein großer Blogger ist 🙂 Für mich warst du immer eine und wirst es immer bleiben. <3

          Ja, die Masse macht es wirklich. Und manchmal ist weniger halt wirklich mehr. Ich habe auch festgestellt, dass ich so deutlich entspannter blogge. Klar liebe ich Neuerscheinungen und ich renne auch oft in den Buchladen und kaufe die neuesten Bücher. Aber steht mir ja dann frei, wann ich es lese.

          Ich freue mich jedenfalls, dass du wieder am bloggen bist und du oder wir da mittlerweile offenbar einen guten und gesunden Mittelweg gefunden haben 🙂

          30. April 2017 at 8:51
  • Reply Andrea Karminrot

    Liebe Ela,
    Ich kann dich gut verstehen. Im Moment setze ich mich mit meinen Blogs (ich habe einen Buch- und einen Strick/Fotoblog) stetig selber unter Druck. Auch das mit den Rezensionsexemplaren kenne ich gut. Ganz möchte ich nicht darauf verzichten. Habe mich aber schon zurück genommen.
    Deine Einstellung, den Blog um dein Leben zu bauen, sollte ich mir zu Herzen nehmen.
    Mach weiter so, denn ich mag deinen Blog!
    Liebe Grüße
    Andrea

    29. April 2017 at 6:34
    • Reply Ela

      Hallo Andrea,
      ganz verzichten tue ich auf die Rezensionsexemplare auch nicht. Aber es sind keine Massen mehr sondern ist sehr übersichtlich gehalten. Ich habe auch kein Problem damit, ein Buch mal nicht anzufragen und es mir dann zu kaufen.
      Wahnsinn, dass du gleich mehrere Blogs führst, ich bin manchmal mit einem schon überfordert. Daher kann ich verstehen, dass du da Druck empfindest. Lass dich nicht stressen und wenn nötig nimm dir eine kurze Auszeit. Bloggen ist immernoch unser aller Hobby 🙂

      Alles Liebe, Ela

      29. April 2017 at 8:15
  • Reply Melanie

    Hallo Ela,
    meine Meinung zu dem Thema ist ähnlich wie Deine. Mein Blog entstand vor knapp acht Jahren zu einer Zeit, wo es kaum Literatur-Blogs gab und ich noch gar nicht wusste, dass ich Rezensionsexemplare bekommen kann. Ich wollte einfach nur über Bücher berichten, die ich gelesen habe.

    Natürlich freue ich mich auch über jeden Kommentar und jedes Rezensionsexemplar, aber auch ich versuche zum Einen nicht mit Gewalt groß zu werden und zum Anderen lehne ich seit einiger Zeit ganz bewusst die Rezensions-Angebote ab. Auch ich möchte mir keinen Druck aufbauen und habe gar kein Interesse daran an vorderster Front mitzukämpfen, auch wenn ich viele der „großen“ Blogs ganz toll finde und die Arbeit schätze die dahinter steckt.

    Ich liebe das Lesen und das Bloggen, aber definitiv höher angesiedelt ist meine Familie und meine Freunde. Ich muss nicht zehn Bücher im Monat lesen und alle paar Tage einen Beitrag posten, das alles lasse ich für Unternehmungen mit lieben Menschen gerne mal links liegen. Es gibt soviel andere schöne Dinge und manchmal beschleicht mich das etwas mitleidige Gefühl, dass einige Menschen kaum etwas anderes haben als zu Lesen.

    Ich finde Deinen Blog sehr schön und es ist mir viel sympathischer, wenn ich nach zwei Wochen Abwesenheit nicht 1000 neue Beiträge lesen muss, intensiver tue ich das, wenn es in der Zeit weniger Neues zu berichten gab. Dann lese ich intensiver und fange nicht an einfach alles nur noch zu überfliegen.

    Mach weiter so und lasse das Lesen und Bloggen ein wunderbares Hobby sein, welches Dich aber niemals unter Druck setzen sollte!

    Liebe Grüße vom Lesestrand,
    Melanie

    29. April 2017 at 12:36
    • Reply Ela

      Hallo Melanie,
      da gebe ich dir Recht. Ich lasse das Buch dann halt auch mal zwei Tage liegen und verbringe lieber Zeit mit dem Freund, Freunden oder Familie. Dann ist es halt so. Als ich angefangen habe, habe ich tatsächlich alles nur ums lesen gedreht und war voll auf Blog fokussiert. Ich bin ehrlich gesagt etwas froh, dass sich meine Ansichten in diese Richtung geändert haben. Dann brauche ich halt mal eine Woche länger für ein Buch. 🙂

      Ich finde es toll, dass du nach 8 Jahren immer noch diese Einstellung hast und dass du so bloggst, wie du es für richtig hältst. Das ist eh das Wichtige 🙂 Und toll, dass du hier kommentiert hast, so habe ich deinen Blog gleich kennengelernt und werde defintiv öfter dort vorbeischauen! 🙂

      Alles Liebe, Ela

      30. April 2017 at 8:48
  • Reply Jacquy

    Schöner Beitrag. Ich gehöre auch zu den eher kleinen Bloggern, auch wenn mein Blog schon seit über 6 Jahren existiert. Mit den „großen“ mitzuhalten, habe ich aber noch nie versucht, weil ich einfach weiß, dass ich es nicht könnte. Das ist ja mit viel Arbeit verbunden, die auch über das Bloggen selbst hinausgeht, zum Beispiel muss man immer über möglichst viele Social Media vernetzt bleiben und seine Beiträge teilen, damit man auch bekannter wird und nicht nur seine feste Leserschaft behält. Ich kann sowas nicht und bin ohnehin damit zufrieden, wenn ich eine handvoll Leute habe, die meine Beiträge lesen und regelmäßig kommentieren.
    Was die Rezensionsexemplare angeht stimme ich dir zu, für mich geht das auch eher in Richtung Stress, weshalb ich schon seit ein paar Jahren kaum noch welche anfrage, nachdem ich mich einmal verschätzt habe. Meine Verlagskontakte sind deshalb zwar quasi nicht mehr vorhanden, aber so ist es viel entspannter für mich und das ist wichtiger.
    Liebe Grüße!

    29. April 2017 at 16:14
    • Reply Ela

      Danke schön. Vielleicht hatte das Mithalten wollen damals was mit Bewunderung zu tun. Das Bloggen & Co. war neu für mich und irgendwie hatte ich das Gefühl ich müsste genauso groß, bekannt und erfolgreich sein um wahr- und ernst genommen zu werden. Tja, zum Glück hat sich das geändertn. Ich weiß, dass ich wahrgenommen werde. Das reicht.

      Ich kann deine Entscheidung mit den Rezensionexemplaren verstehen. Ich habe mittlerweile auch kaum noch welche, aber es ist ok so wie es jetzt ist. Es ist schön, zu sehen, dass in diese Richtung Menschen gibt, die genauso denken. Insofern mach weiter so und behalte den Spaß 🙂

      Alles Liebe, Ela

      30. April 2017 at 8:56
  • Reply Angela Busch

    Hallo Ela,,, Deine Zeilen haben mir sehr gut gefallen! Ich hab meinen kleinen Blog eher zufällig aus Lust und Liebe zum Lesen im November 2016 angelegt. Ich bin 63 Jahre alt und gehör sicher auch zu einer ganz anderen Lesegeneration. Ich war ganz schön verwundert , wie schnell man Rezensionsexemplare geschickt bekommt. Ich sehe das mit dem Bloggen als interessante Möglichkeit sich mit anderen Lesern auszutauschen. Als Marketinginstrument * bezeichne ich mich nicht, ich möchte auch keine Abhängigkeit von bestimmten Verlagen. Trotzdem verspüre ich manchmal ein ungutes Gefühl wenn drei Bücher auf eine Rezi warten. Der Buchmarkt ist heute so schnelllebig geworden und manchmal habe ich das Gefühl , dass sich alle Rezensionen ähnlich lesen und klingen. Ich werde mich nicht aus der Ruhe bringen lassen, lese das , was mir gefällt und habe nicht das Können und die Absicht eine grosse* Bloggerin zu werden. Lesen ist Hobby. Punkt. Bloggen ist ein nettes Hobby. Punkt.
    Herzlich
    Angela vom Literaturgarten

    29. April 2017 at 17:06
    • Reply Ela

      Hallo Angela,
      ich hoffe du nimmst es nicht persönlich, aber es ist schön, dass auch die etwas „ältere Generation“ sich mit dem Thema bloggen beschäftigt 🙂 Ich finde das Bloggen ebenfalls eine wunderbare Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen. Das war auch der Grund, warum ich damals angefangen habe mit bloggen 🙂

      Die Buchwelt ist tatsächlich sehr schnelllebig und manchmal kommt man bei den ganzen Neuerscheinungen auch nicht hinterher finde ich. Aber Lesen und Bloggen ist immer noch ein Hobby. Und sich da nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, finde ich eine gute Einstellung von dir 🙂 Mach weiter so!

      Alles Liebe, Ela

      30. April 2017 at 9:18
      • Reply Angela Busch

        Hallo Ela ,, natürlich nehme ich das nicht persönlich :-). Zum Glück bleibt die Zeit für niemanden stehen. Alles Gute für die Klausuren,,,
        LG Angela

        30. April 2017 at 19:01
  • Reply Petzi

    Liebe Ela,

    ich hab deinen Beitrag gestern schon entdeckt und ihn heute auch gleich im Samstagskaffee verlinkt. Ich sehe mich ehrlich gesagt auch nicht als große Bloggerin und in erster Linie ist das Leben 1.0 immer am wichtigsten. Regelmäßige Postings entspringen meinem eigenen Perfektionismuswahn, aber wenn es halt mal nicht geht, dann ist das so. Ist auf jeden Fall entspannter und die Liebe zum Buch sollte ja auch immer im Vordergrund stehen.

    Sehr schöne Worte!
    Ganz liebe Grüße,
    Petzi

    29. April 2017 at 18:23
    • Reply Ela

      Liebe Petzi,
      ich habe eben schon auf deinem Blog kommentiert. Für mich zähltest du immer zu den Großen, aber es ist schön zu sehen, dass auch bei euch (oder zumindest bei dir) das richige Leben an erster Stelle steht.

      Alles Liebe, Ela

      30. April 2017 at 9:28
      • Reply Petzi

        Es ehrt mich sehr, dass du so denkst und ich weiß, dass es auch manche anderen machen. Aber ich bin halt trotzdem nichts Besonderes. Die Reichweite ergibt sich mit der Zeit, vielleicht auch, weil ich mit Kochbüchern u.ä. eine Nische bediene, aber am Ende gibt es auch bei mir Beiträge, die nur 50 Leute lesen. Aber egal, denn ich freu mich über jeden Einzelnen. Und du gehörst für mich im Übrigen auch absolut zur Bloggerwelt, weil du gefühlt schon ewig dabei bist.
        Das wichtigste ist sowieso nur zu bloggen, weil man wirklich liebt, was man macht. Und das merkt man bei dir. <3

        LG Petzi

        30. April 2017 at 13:00
  • Reply Sabine Kettschau

    Liebe Ela,
    Du schreibst mir aus der Seele und ich machs ganz genauso 🙂

    Viel Spaß weiterhin beim Lesen und Du – Sein 🙂

    Liebe Grüße
    Bine

    29. April 2017 at 19:56
  • Reply Stephie

    Ein sehr schöner Beitrag, dem ich in vielen Punkten nur zustimmen kann. Als ich mit dem Bloggen anfing, was schon ziemlich lange her ist, hatte ich auch noch ganze andere Ziele und Erwartungen an mich selbst. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, an denen ich zu den Vorschauzeiten jeden Tag die Verlagsseiten besuchte um zu schauen, ob die neue Vorschau schon online bzw. die baldigen Neuheiten schon online sind, damit ich auf jeden Fall die ERSTE bin, die davon berichtet. Inzwischen interessiert mich so etwas nicht mehr. Ich nehme mich den Vorschauen an, sobald ich Zeit dafür und Lust dazu habe. Punkt. Es interessiert mich nicht mehr, ob andere Blogs dieses oder jedes Buch vielleicht auch schon vorgestellt haben. Dann ist es eben so. Ich warte inzwischen bis alle Vorschauen da sind, schaue sie in Ruhe durch und poste dann meine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge. Ganz entspannt. Den Stress erste sein zu wollen, will ich mir einfach nicht mehr geben. Auch die Anzahl an REs ist deutlich gesunken und auch das ist völlig okay. Im Hinblick auf Überraschungspost sehe ich es auch wie du. Bekomme ich sie, freue ich mich sehr. Wenn nicht, bin ich bei einem potenziellen Lieblingsbuch vielleicht mal ein wenig enttäuscht und schaue neidisch, es ist aber kein Grund in Tränen auszubrechen. Dann kaufe ich es mir eben später. Zeitlichen Druck habe ich mir allerdings noch nie gemacht. Ich bemühe mich zwar, zeitnah zu rezensieren, wenn es mal nicht klappt, finde ich das aber auch nicht dramatisch. Wir alle (oder zumindest die meisten von uns) haben ja schließlich noch ein Privatleben abseits des Blogs. Und wie du schon sagtest, Arbeit, Uni, Familie, etc. gehen manchmal eben einfach vor.

    30. April 2017 at 0:18
    • Reply Ela

      Hallo Stephie,
      ich finde das ziemlich faszinierend, wie man sich im Laufe der Zeit verändert. Als ich vor knapp 3,5 Jahren anfing hatte ich auch noch andere Erwartungen und hatte das Gefühl jeden zweiten Tag was posten zu müssen. Irgendwie lustig, wie man sich weiterentwickelt.

      Mach auch du weiter so!
      Alles Liebe, Ela

      30. April 2017 at 9:31
  • Reply Tamara

    Liebe Ela,

    dein Beitrag ist wirklich toll. Genauso sehe ich das auch. Für mich ist das Rezensieren ein Hobby. Auch wenn ich oft neidisch bin, dass andere wieder die neusten Bücher erhalten, ich muss sagen, ich kann und will mir den Stress einfach nicht geben. Dafür habe ich einfach noch zu viele andere schöne Hobbys, die sonst zu kurz kommen würden. Und Familie, Freunde und Arbeit.
    Und dann denke ich mir wieder, ich lese und rezensiere gerne mal ältere Schätzchen, die eben nicht mehr so im Vordergrund stehen. 1. haben sie es genauso verdient, mal wieder besprochen zu werden und 2. was nützt es die 1523. Besprechung über das neuste Trendbuch raus zu bringen. Die Rezension will doch eh keiner mehr lesen. Ich denke eine gesunde Mischung macht es. Und Geld kann man sowieso keines verdienen beim Bücher Bloggen. Also dann doch wirklich lieber das tun, was man will und wann man will. =)
    Ich danke dir für deinen tollen Beitrag. Mach bitte weiter so.

    Liebe Grüße
    Tamara

    30. April 2017 at 10:27
  • Reply Tatze

    Liebe Ela,

    ein wahnsinnig schöner und wertvoller Beitrag! Ich wünschte, ich könnte auch mit so einer Gelassenheit an das Veröffentlichen von Beiträgen gehen wie du. Also ich sehe da keinen Druck von außen, sondern eher von mir, dass ich unbedingt jetzt sofort diesen Beitrag in die Welt tragen möchte, obwohl gerade tausend andere Dinge wichtiger wären. Aber ich habe ja noch Zeit zu lernen und mich dahingehend weiterzuentwickeln.
    Für mich gehörst du übrigens auch zu den großen Bloggern. 😉 Ich glaube, jeder hat da seine eigenen Vorstellungen wer für einen groß und klein ist.

    Liebste Grüße,
    Tati

    30. April 2017 at 12:12
    • Reply Ela

      Liebe Tati,
      der Druck kommt dann unweigerlich auch von mir, weil ich ja weiß, dass die Verlage auf die Rezension warten. Und dann gerate ich unter Stress denke „Du musst das Buch lesen“, „Du musst die Rezension schreiben“, „Du musst Bilder machen“, „Du musst, du musst musst…“
      Ich habe auch eine Weile gebraucht um da entspannter ranzugehen. Manchmal funktioniert es immer noch nicht, aber ich gebe mir Mühe mich da selbst einfach nicht mehr all zu groß zu stressen 🙂

      Alles Liebe, Ela

      30. April 2017 at 18:25

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