Kate Harrison – Soul Beach. Frostiges Paradies (Loewe Verlag – 352 Seiten)

Die Idee von „Soul Beach. Frostiges Paradies“, dem Auftaktband der Trilogie fand ich eigentlich sehr spannend, gleichzeitig aber auch etwas gruselig. Ich fand das ganze Konzept um Soul Beach faszinierend und gepaart mit einem Mord mehr als interessant. Wer jedoch einen knallharten Jugendthriller erwartet, wird hier wohl enttäuscht werden. Nach 350 gelesenen Seiten habe ich immer noch keine richtige Ahnung, was Soul Beach wirklich genau ist, wer dahinter steckt und was es tatsächlich damit auf sich hat. Die Spannung ließ so einige Male zu wünschen übrig, denn die Handlung plätschert eher vor sich hin, als das sie in Fahrt kommt. Außerdem wird sich viel zu oft in Nichtigkeiten verstrickt. Klar, es folgen noch zwei Bände. Aber das Potenzial für den Auftaktband dieser Reihe hätte meiner Meinung nach besser genutzt werden können.
Bewertung: 3/5 Punkte


 

Julia Engelmann – Jetzt, Baby (Goldmann Verlag – 128 Seiten)

Auch mit ihrem dritten Band „Jetzt, Baby“ bleibt sich Julia Engelmann und ihren Poetry Slam-Texten treu. Wie so oft geht um das Erwachsenwerden, das Erwachsensein, die Familie. Um die großen und kleinen Werte im Leben, um die Gegenwart und Zukunft. Eine große, vielfältige Auswahl an Themen finden hier erneut ihren Platz. Ihre Texte sind ernsthaft, melancholisch und einfühlsam, aber gleichzeitig auch – und das schafft wahrscheinlich nur Julia Engelmann – voller Heiterkeit und Hoffnung. Diesmal gab es zwar zwei, drei Texte, die mich nicht zu 100 % erreicht haben und die ich mehr überlesen als wirklich gelesen habe. Aber alles in allem kann Julia Engelmann auch ein drittes Mal mit dieser modernen Art der Gedichte überzeugen. (Übrigens: Warum ich Julia Engelmann so liebe, könnt ihr hier gerne nochmal nachlesen 😉 )
Bewertung: 4/5 Punkte

 

Sarah Wilson – Goodbye Zucker (Goldmann Verlag – 224 Seiten)

Mit dem Buch „Goodbye Zucker“ wollte ich mal versuchen meinen Zucker- oder besser gesagt Süßigkeitenkonsum zu reduzieren. Es stellte sich heraus, dass dieses Buch nur mäßig hilfreich ist. Das liegt vor allem daran, dass ich Sarah Wilsons Einstellung einfach nicht teilen kann und ich persönlich (!) das Ganze etwas zu übertrieben finde. Die Autorin verbannt sogar Obst aus ihrer Ernährung. Ja Obst enthält Fructose, aber es ist Obst! Vitamine, Balaststoffe etc. Ehrlich, meiner Meinung nach kann man es auch übertreiben. Ein zweiter Punkt, der mich sehr störte, war, dass Sarah Wilson Zucker durch Fett ersetzt. Auch wenn es (angeblich) gesunde Fette sind – für mich ist Fett einfach ein No-Go. Ich achte immer darauf fettarme Varianten zu essen, lieber zu Geflügel statt zu Schwein zu greifen, einfach weil ich den Geschmack von Fett nicht immer unbedingt mag. Mit den Rezepten konnte ich leider auch nicht viel anfangen. Viele Zutaten, die die Autorin verwendet, kann ich mir als Studentin schlichtweg einfach nicht leisten oder sind bei mir auch gar nicht erst so einfach zu beschaffen. Wer außerdem den Geschmack von Kokos nicht mag, wird hier ebenfalls kaum etwas nachkochen können/wollen. „Goodbye Zucker“ bietet zwar ein, zwei hilfreiche Tipps und ich achte beim einkaufen tatsächlich mehr darauf, wie viel Zucker wirklich in den einzelnen Lebensmitteln steckt. Für mich kommt Sarah Wilsons Programm und damit auch das Buch nicht wirklich in Frage, da ich wie gesagt, viele Ansichten der Autorin nicht teilen kann.
Bewertung: 1/5 Punkte

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