„Ein ganzes halbes Jahr“ zählt mit zu meinen absoluten Herzbüchern und war – wie einige vielleicht wissen – der Grund, warum ich mit dem bloggen angefangen habe. Buchverfilmungen stehe ich ja grundsätzlich erstmal skeptisch gegenüber, gerade wenn es ein Lieblingsbuch ist. Zudem fand ich das Filmplakat damals nicht sonderlich ansprechend und für mich waren Sam Claflin und Emilia Clarke eher eine „Fehlbesetzung“, weil sie einfach nicht zu der Lou und dem Will in meinem Kopf passen wollten. So kam es, dass ich mir den Film erst auf DVD kaufte und auch dann dauerte es nochmal zwei Monate bis ich ihn mir angeguckt habe.

Und dann wird man überrascht

Letztendlich ist aber so: erst gucken, dann meckern. Sicherlich kommt die Verfilmung nicht an das Buch ran. Seien wir ehrlich: das tun sie nie. Aber der Film hat mich positiv überrascht. Die Szenen, die gefehlt haben (oder woran ich meine mich zu erinnern, dass sie fehlen würden) machten kaum etwas aus. Der Film ist auch für die Nicht-Buch-Kenner eindeutig und verständlich. „Ein ganzes halbes Jahr“ ist wie das Buch ein wirklich schöner und gleichzeitig trauriger Film. Es werden keine Klischees bedient, die einzelnen Szenen an sich wurden gut und eindrucksvoll umgesetzt. Die Geschichte reißt einen mit und es kommt nicht einen Moment Langeweile auf oder möchte sich fragen, was diese Umsetzung denn bitte soll. Das Gesamtpaket stimmte letztendlich.

Filmszene 1

Emilia Clarke und Sam Claflin harmonieren perfekt

Wie gesagt, Clarke und Claflin waren für mich nicht Lou und Will. Ich wollte nicht, dass sie Lou und Will sind, weil ich sie mir doch so ganz anders vorgestellt habe. Letztendlich haben die beiden aber eine wirklich tolle und vor allem überzeugende Schauspielleistung abgeliefert. Emilia Clarke hat in ihre Rolle als Lou so viel Herzblut gesteckt, dass es mir wirklich Spaß gemacht hat, ihr zuzusehen. Sie verzaubert einen mit ihrem ansteckenden und strahlenden Lächeln und hat ein wirklich perfektes Mienenspiel auf Lager. Aber auch Sam Claflin konnte überzeugen. Die sarkastische Art, teilweise Traurigkeit und seine eiserne Entschlossenheit wurden all zu deutlich. Emilia Clarke und Sam Calflin haben zusammen perfekt harmoniert und sich ergänzt. Und so wurden sie letztlich doch irgendwie zur Buch-Lou und zum Buch-Will.

Wenn es nicht nur um die Liebe geht

Ja, vielleicht ist der Film etwas vorhersehbar und ja, vielleicht weiß man auch ohne das Buch zu kennen, wie der Film endet. (Mein Freund zumindest hat nur aufgrund des Trailers und des Titels sofort gewusst, wie der Film ausgeht…). Aber meiner Meinung nach geht es ja hier nicht nur um die doch sehr komplizierte Liebesgeschichte von Lou & Will. Das Buch beinhaltet auch wirklich ernste Themen, die der Film meiner Meinung nach gut aufgegriffen hat. Und nein, hier geht es beim Thema Sterbehilfe nicht um eine Verallgemeinerung, sondern um einen extremen Einzelfall. Das sollte man bitte immer bedenken, bevor man sagt, dass der Film die falsche Botschaft vermittelt.

Filmszene 2

Aus der Buch- wurde auch eine Filmliebe

Nachdem ich den Film nun (endlich) gesehen habe, ärgere ich mich, dass ich ihn doch nicht im Kino gesehen und mich solange gesperrt habe. Denn die Verfilmung zu „Ein ganzes halbes Jahr“ ist wirklich besser als gedacht. Ich liebe die Geschichte nach wie vor und wurde vom Film genauso bewegt und berührt wie vom Buch. Ich habe gelacht und ja, ich habe sogar zum Schluss geweint – sowohl beim Buch als auch beim Film. Auch wenn das Ende immer noch schwer zu ertragen ist – das Leben bietet halt nicht immer das erwünschte Happy End – so kann die Verfilmung sich sehen lassen und geht wirklich ans Herz.

Ich bin sicher viele von euch kennen den Film ebenfalls – was ist eure Meinung dazu?

Alles Liebe, Ela ♥

4 Replies to “Filme & Serien | Ein ganzes halbes Jahr”

  1. Liebe Ela,
    meine Schwester hat dieses Buch gelesen & hat es geliebt. Eins ihrer Lieblingsbücher.Und als der Film in die Kinos kam, hat sie mich gezwungen da rein zu gehen ^^. Und da bin ich auch richtig froh drüber. Er war wirklich richtig schön und den Schauspieler von Will, kenn ich aus “Die Tribute von Panem”. Außerdem find ich Lous Klamotten einfach so lusitg 😉
    Aber zwischen den Witzen hat er auch etwas trauriges und vorallem das Ende… 🙁

    (SPOLIER!!!)

    Ich fand die letzte Szene aber so schön, wo sie dann in Paris war, sein Brief gelesen hat und gelächelt hat… *-* hach. Und JA!!!, ich möchte auch so eine Hummelstrumpfhose 😀
    Liebe Grüße, Vivi

    1. Hallo Vivi,
      ich kann deine Schwester verstehen – es ist auch eins meiner absoluten Lieblingsbücher 😀 Schön, dass dir der Film im Nachhinein doch gefallen hat, ich mochte ihn letztendlich auch. Die Szene in Paris mit dem Brief war übrigens die, wo ich geheult habe xD

      Alles Liebe, Ela

  2. Ohhh, das klingt wunderoll, und wunderschön geschrieben. Ich habe mich bis jetzt nicht an den Film herangetraut…aber, wenn er dir so gut gefallen hat, dann sollt ich ihn mir langsam mal besorgen 🙂

    Danke dir und glg Franzi

    1. Liebste Franzi,
      ich kann dich sehr verstehen 😉 Ich habe mich auch erst nicht rangetraut, ich hatte so Angst enttäuscht zu werden … Aber er war wirklich besser als gedacht, also guck ihn dir ruhig an. (Oder falls wir uns irgendwann wiedersehen, machen wir mal einen Mädelsabend ;)) Ich hoffe, der Film gefällt dir auch 🙂

      Alles Liebe, Ela

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