Ich und mein Instagramfeed

Ich bin ein großer Fan von Instagram und Bildern. Nicht nur, dass es ein guter Zeitvertreib während sehr langweiligen Vorlesungen ist (*hust*), bin ich selbst auch ein großer Fan und Nutzer dieser Plattform. Ich selber fotografiere auch gerne und besonders im Urlaub ist die Kamera mein ständiger Begleiter. In letzter Zeit aber schaue ich oft meinen Instagram-Account an und denke: Das sieht alles so blöd aus.

Zugegeben mein Account ist das reinste Chaos. Im echten Leben bin ich tatsächlich ein ziemlicher Organisationsfreak und habe sehr viele To-Do-Listen in einer App, die systematisch abgearbeitet werden. Deadlines in der Uni? Wehe ich bin nicht mindestens eine Woche vor dem Abgabetermin fertig, dann werde ich schon dezent nervös. Auf Arbeit ohne meine ganzen Listen den Überblick behalten und an alles denken? Nahezu undenkbar. Aber mein Instagram-Account spiegelt den kleinen chaotischen, unorganisierten Teil von mir wider. Zwischen Fotos von aktuell gelesenen Büchern und Neuzugängen finden sich immer wieder auch Bilder vom Urlaub, Unternehmungen, Konzerten oder auch mal der Uni. Nein, mein Account ist alles andere als „clean“, wie man so schön sagen würde.

Woran liegt das?

Nun ja, einerseits liegt es daran, dass ich – wie jeder andere vermutlich auch – halt noch mehr Interessen als nur Bücher besitze. Ich bin nun mal gerne mit dem Liebsten unterwegs. Zudem fotografiere ich zwar wirklich sehr gerne, aber habe ich nicht dieses berühmt-berüchtigte Fotografenauge. Es sind halt Momentaufnahmen, Motive, die mir genau in diesem Moment gefallen. Zweitens besitze ich absolut keine Deko, mit denen ich meine Bilder so wunderschön ausschmücken könnte. Die einzige Deko, die man bei mir findet, sie drei Teelichtgläser auf der Fensterbank. Sonst nichts. Selbst Blumen werdet ihr bei mir nicht finden, da diese bei mir immer eingehen und ich den Versuch irgendwann aufgegeben habe, die Wohnung mit Grünzeug zu füllen. Daher sind es oft einfach total unspektakuläre Bilder.

Im Juli hatte ich bereits einmal meinen kompletten Feed gelöscht, um mich eben genau nicht mehr nur auf die Bücher zu fokussieren, sondern auch mal andere Bilder hochzuladen. Aber trotzdem bin ich unzufrieden mit meinem Feed und habe mindestens einmal die Woche das Bedürfnis, alles wieder auf Null zu setzen. Besonders wenn ich dann neue Accounts entdecke und/oder folge, die so harmonisch aussehen wie z.B. von missgoldblatt, fraunightingale, literallysabrina, zeitzulesen oder epiloguesblog, überkommt mich dieses Bedürfnis.

eine grafik

Aber was würde es mir bringen?

Selbst wenn ich alle Bilder löschen und „von vorne beginnen“ würde, würde der Account irgendwann doch wieder so aussehen. Aus genau den zwei oben erwähnten Hauptpunken: kein Fotografenauge, keine Deko. Und dann hätte ich wieder das Bedürfnis alles zu löschen. Ihr seht – eine Endlosspirale.

Wie sich der “gemischte” Account übrigens auf die Followerzahlen auswirkt, ist schwierig zu beurteilen. Es stagniert, und wenn doch mal neue Follower hinzukommen, verschwinden diese (oder andere) wieder, sodass ich zumindest derzeit keinen Aufwärtsstrend verzeichnen kann. Aber gut, Instagram hat da wahrscheinlich ähnlich wie Facebook einige Reichweiteneinschränkungen.Gehört ja eh alles zusammen.

Ja, ich bin wirklich oft sehr kritisch, manchmal auch unglücklich mit meinem Instagram-Feed. Aber manchmal mag ich meinen chaotischen, unharmonisch aussehenden Feed auch. Weil das halt ich bin – ich, mein Leben und alle schönen Momente.

Wie steht ihr zu Instagram und wie sieht euer Feed aus?
Clean und harmonisch oder eher chaotisch und unsortiert wie meiner?

Alles Liebe, Ela ♥

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