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Amanda Prowse – Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel

Im strömenden Regen Walzer tanzen, die eigenen Kinder aufwachsen sehen, den leiblichen Vater kennenlernen: Poppy hatte in ihrem Leben noch so viel vor. Doch als die 32-Jährige die Diagnose Krebs erhält, bereitet ihr der Gedanke an die Zukunft vor allem eines: Angst. Plötzlich scheint der Himmel so nah. Sie müsste sich nur auf die Zehenspitzen stellen, um ihn zu berühren. Aber noch ist sie da. Noch kann sie ihre Träume und Wünsche in die Tat umsetzen, die Arme ausbreiten und fliegen.

KURZ GESAGT

Man hört immer von der Chance eins zu einer Million, von dem Menschen, der es trotz dieser Wahrscheinlichkeit schafft. Und da frage ich mich, warum kann ich nicht dieser Eins-zu-einer-Million-Mensch sein? S. 93

Bei vielen Büchern dieser Art ist die Krankheit der Protagonistin schon fortgeschritten und als Leser begleitet man sie auf ihren letzten Tagen des Lebens. In „Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel“ führt Poppy aber ein ganz normales, glückliches Leben als Ehefrau und Mutter zwei kleiner Kinder. Und plötzlich triff sie die Diagnose mit voller Wucht. Im Gegensatz zu den anderen Büchern erlebt man hier hautnah Poppys komplette Krankheit, wie sie sich auswirkt und wie Poppy sich dadurch verändert mit. Ja, dieses Buch ist hochemotional und mir standen einige Male die Tränen in den Augen. Aus der anfänglichen Fassungslosigkeit Poppys wird Kampfgeist. Die Wut über die Krankheit verwandelt sich irgendwann zu Trauer bis hin zur Akzeptanz. Und auf allen Stufen ist man dabei und möchte so einige Male weinen (von daher unbedingt eine Packung Taschentücher bereithalten!). Zwar gibt es immer wieder kleine Zeitsprünge, die einem aber nie das Gefühl geben, dass die Geschichte unkomplett wird. Und trotzdem gab es zwischen all dieser Trauer kleine, zauberhafte Momente, die zeigen, dass Poppy noch am Leben ist und die einem gleichzeitig das Herz aufgehen lassen.

ABSCHLUSSWORTE

„Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel“ ist ein trauriger, emotionaler aber auch zauberhafter Roman einer starken Frau. Es gibt Momente, die lassen einen zwischen all dem Mist, der sich hier abspielt lächeln. Aber gleichzeitig gibt es genauso viele Momente, bei denen man seinen Tränen freien Lauf lassen möchte. Ein gelungener Roman, der das Herz berührt.

5/5 Punkte


LITERARISCHE INFOS

Piper Verlag | Oktober 2015 | 382 Seiten | Einzelband | Taschenbuch | 9,99 EUR
Originaltitel: Will you remember me? | übersetzt von Karin Dufner

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4 Comments

  • Reply Elizzy

    Ein super toller Post!

    30. November 2015 at 20:57
  • Reply HibiscusFlower

    Hallo Ela,
    eine wirklich sehr schöne Rezension zu einem sehr berührenden Buch.
    Ich mochte es auch sehr gern.
    Liebste Grüße und eine zauberhafte Woche wünsche ich dir. 😉
    Hibi

    30. November 2015 at 20:57
  • Reply Elas Leselounge

    Hallo Hibi,
    das Buch ist in der Tat sehr berührend. Hätte ich nicht gedacht, weil ich mit den ersten paar Seiten ein paar Schwierigkeiten hatte, aber dann war es einfach nur gut (trotz der Thematik) Schön, dass es dir auch gefallen hat!

    Wünsche dir auch eine schöne Woche.
    Alles Liebe, Ela

    30. November 2015 at 21:11
  • Reply Elas Leselounge

    Danke schön 🙂

    30. November 2015 at 21:13
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