Antoine Laurain – Der Hut des Präsidenten

Die große Liebe finden, ein meisterhaftes Parfüm kreieren, der Chef des eigenen Chefs werden: Wer träumt nicht davon, seinem Leben eine neue Richtung zu geben? Und sind Träume nicht reine Kopfsache? Als der Präsident seinen Hut in einer Brasserie vergisst, setzt sein Tischnachbar ihn auf – und schlagartig ändert sich dessen Leben. Doch der Hut wandert weiter von Kopf zu Kopf und entfaltet seine ganz eigene Wirkung …

 

GEDANKEN ZU “DER HUT DES PRÄSIDENTEN“

„Der Hut des Präsidenten“ ist nicht unbedingt eine klassische Liebesgeschichte, lässt sich aber dennoch sehr gut lesen. Auf die Handlung will ich nicht weiter eingehen, da bei 239 Seiten nicht viel Spielraum für eine spoilerfreie Inhaltsangabe ist.
 

Die wichtigen Ereignisse unseres Lebens sind immer die Folge einer Verkettung winziger Details.
S. 28

 
Alles beginnt mit Daniel Mercier, der den Hut des Präsidenten in einer Brasserie findet, nachdem dieser ihn vergessen hat. Daniel setzt den Hut auf und von da an, ändert sich Daniels Leben schlagartig und nimmt eine positive Wendung, auf die er schon lange hoffte. Doch der Hut bleibt nicht bei Daniel, sondern wandert weiter. Insgesamt vier Persönlichkeiten lernt der Leser hier kennen, alle mit den unterschiedlichsten Charakterzügen. Obwohl der Hut immer relativ schnell seinen Besitzer wechselt, so wirken die Charaktere doch alle gut ausgearbeitet und sympathisch. Und man kann sich gut in die einzelnen Persönlichkeiten hineinversetzen.

Ich fand es interessant, wie sich die Leben der Personen durch den Hut ändern, wie sie neuen Mut finden und die Dinge tun, die sie wahrscheinlich schon längst hätten tun wollen. Mal sind diese Veränderungen beruflicher Natur, mal haben sie mit der Liebe zu tun oder auch mit der Politik. Thematisch sollte hier also für jeden etwas dabei sein. Der Hut bleibt dabei immer Mittelpunkt der Handlung und verknüpft die Geschichten der einzelnen Personen auf gute und authentische Weise miteinander. Besonders gefallen an der Geschichte hat mir aber der Schreibstil des Autors. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich auf einen solchen zwar leichten, aber dennoch fabelhaften Schreibstil einlassen kann und er mir dann auch noch so gut gefällt.

 

Manchmal führt uns das Leben auf neue Wege, man hat eine Abzweigung genommen, ohne es zu merken, der große Navigator des Schicksals ist nicht der vorhergesehenen Route gefolgt, und kein Schild hat uns vor dem Punkt gewarnt, an dem es kein Zurück mehr gibt.
S. 182

 

Die Geschichte um den Präsidentenhut wirkt ein bisschen, als hätte der Hut ein eigenes Leben und ist dazu bestimmt, dem Leben einer Person einen Schubs in die richtige Richtung zu geben. Man kann das alles als eine Verkettung von glücklichen Zufällen abtun. Oder man lässt sich einfach von der anziehenden Magie des Hutes verzaubern. Ich bin eindeutig verzaubert – von Antoine Laurain und seinem französischen Charme.

 

ZUSAMMENFASSEND

Antoine Laurain hat mich mit seinem französischen Charme und seiner magischen Geschichte „Der Hut des Präsidenten“ verzaubert. Interessante Wendungen im Leben der vier unterschiedlichen, aber sympathischen Charaktere verknüpft mit einem einfachen Hut als roten Faden und der tolle Schreibstil des Autors lassen dieses Buch zu einer wahren Empfehlung werden.


{Werbung} Infos zum Buch

Atlantik Verlag || ET: Januar 2016 || 240 Seiten || Einzelband || Hardcover || 20,00 EUR
übersetzt von Claudia Kalscheuer


Rezensionsexemplar  
Vielen Dank an den Atlantik Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Atlantik Verlag

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