Jennifer Estep – Frostkuss

Sie sind die Nachkommen sagenhafter Kämpfer wie Spartaner, Amazonen oder Walküren und verfügen über magische Kräfte. Auf der Mythos Academy lernen sie, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sie richtig einzusetzen. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen
 

GEDANKEN ZU “FROSTKUSS“

Zu Beginn des Buches wird viel über die Mythos Academy an sich erzählt, von der Vergangenheit und den Göttern etc. Auch wenn das zunächst etwas mühselig scheint, ist es wichtig, das alles einigermaßen zu wissen, damit man die Geschichte überhaupt versteht. Spannend wird es, als in der Academy ein Mord passiert und Gwen mit ihrer Gabe eigene Ermittlungen anstellt. Dabei bietet die Autorin im Verlauf einige Überraschungen, die gerade im letzten Buchviertel bereits für einen ersten Showdown sorgen.
 

Ich konnte nicht anders, als zu glauben, dass mein Leben so viel besser wäre. So viel einfacher. So viel normaler, als diese Freakshow, in der ich jetzt gefangen saß.
S. 183
 

Gwen ist ein Charakter, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Vielleicht war sie mir einfach so sympathisch, weil Gwen, wie ich, auch ein paar Probleme damit hat, an all diese Mythen zu glauben. Sie ist etwas schüchtern, aber ein absolut gutmütiger Mensch, der ein gutes Herz hat. Zwei Charaktere gewinnen in der Handlung an Bedeutung. Zum einen Daphne, die anfangs als verwöhntes, reiches und arrogantes Mädchen dargestellt wird, sich aber ändert und zu einer Art Freundin für Gwen wird. Der zweite wesentliche Charakter ist Logan, der absolut undurchschaubar ist. Zwar hilft er Gwen so einige Male aus verzwickten Situationen, aber immer wenn ich dachte, er ist doch nicht so schlecht und er entwickelt sich, macht er irgendetwas Blödes, was den Eindruck wieder zunichtemacht. Auf seine Entwicklung in den Folgebänden bin ich am meisten gespannt.

Jennifer Estep hat einen jugendlichen, leicht zu lesenden Schreibstil, der es einen einfach macht in die Geschichte einzutauchen. Erzählt wird die Geschichte dabei von Gwen aus der Ich-Perspektive, sodass es ein leichtes ist, der Geschichte mit den ganzen Mythen zu folgen und zu verstehen. Zudem bietet die Autorin im passenden Moment bietet die Autorin Witz, Spannung oder einen Hauch von Liebe. Wirklich störend fand ich die immer häufiger auftretenden Wortwiederholungen. Irgendwann konnte ich Wörter wie z.B. „purpuer“ oder „Gypsymädchen“ einfach nicht mehr lesen.
 

ZUSAMMENFASSEND

Auch wenn ich immer etwas distanziert von Fantasy, Mythen und dem allen bin, weil meine Vorstellungskraft dafür oft einfach nicht reicht, so konnte mich Jennifer Estep mit dem Auftaktband um die Mythos Academy auf jeden Fall überzeugen. Eine spannende Handlung, so wie interessante Charaktere lassen einen quasi von Seite zu Seite fliegen. Nur an den ständigen Wortwiederholungen sollte die Autorin bitte noch arbeiten, denn das war wirklich störend.


 
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Piper Verlag // ET: Mai 2015 // 400 Seiten // Band 1 // Taschenbuch // 9,99 EUR // übersetzt von Vanessa Lamatsch

Mythos Academy
Band 1: Frostkuss
Band 2: Frostfluch
Band 3: Frostherz
Band 4: Frostglut
Band 5: Frostnacht
Band 6: Frostkiller

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Piper Verlag

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