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Matthew J. Arlidge – In Flammen

Mitten in der Nacht lodern die Flammen in Southampton, mehrere Brände zerstören Leben. Die Ursache: Kein tragisches Unglück, auch nicht das Werk eines typischen Brandstifters. Sondern viel erschreckender: In jedem der Fälle handelt es sich um sorgfältig geplanten Mord. Detective Inspector Helen Grace und ihr Team stehen vor zahlreichen Fragen: Warum wurden die Opfer ausgewählt? Was verbindet sie miteinander? Was treibt den Mörder an? Und: Wer wird der Nächste sein? Ein Pulverfass aus Angst und Verdächtigungen scheint geöffnet – und es braucht nur einen Funken, um es zur Explosion zu bringen.

MEINE MEINUNG

„In Flammen“ ist mittlerweile der vierte Band um die Ermittlerin Detective Inspector Helen Grace, jedoch mein erstes Buch von Matthew J. Arlidge. Auch ohne die vorherigen Geschichten zu kennen, kann man die Geschichte problemlos lesen, da die Fälle in sich abgeschlossen sind. Die Handlung entspricht so ziemlich der Inhaltsangabe, insofern werde ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen.

Ermittlerin Helen Grace ist eine interessante wie faszinierende Persönlichkeit. Sie bekommt einiges an Spielraum für ihr Privatleben eingeräumt, wodurch man sie ein bisschen kennenlernen kann. Trotzdem blieb sie für mich ein Mysterium und sehr geheimnisvoll. Privat hat sie offenbar mit inneren Dämonen zu kämpfen, ist einsam und scheint eine Einzelgängerin zu sein. Beruflich ist sie ein Ass, intelligent und professionell. Sie scheint eine komplexe Persönlichkeit zu sein, die man vielleicht etwas besser versteht, wenn man die vorangegangenen Bände kennt, die aber auch gleichzeitig noch einiges an Entwicklungspotenzial für Folgebände bietet.

Matthew J. Arlidge schreibt in kurzen und knappen Kapiteln, wodurch man als Leser förmlich durch die Seiten getrieben wird. Er hat einen einnehmenden Schreibstil, in den man problemlos hineinfindet. Die Handlung beginnt sofort spannend und bedrückend, das Ausmaß der Brände wird dabei schnell deutlich. Die Skrupellosigkeit und sorgsame Planung, mit der der Täter vorgeht, verursachen Sprachlosigkeit und Gänsehaut. Ziemlich schnell werden die ersten Verdächtigen fündig, wodurch man schnell in der Handlung drin ist und sowohl eigene Vermutungen aufstellen als auch Helen Grace und ihr Team bei den Ermittlungen beobachten kann.

Erzählt wird die Geschichte von einem auktorialen Erzähler, jedoch waren es mir teilweise zu viele verschiedene Perspektiven. Man bekommt nämlich nicht nur Helens Sichtweise präsentiert, sondern z.B. auch die Sichtweisen von Helens Teammitgliedern, der Presse, der Feuerwehr, dem Täter selbst und den Opfern. Zu Beginn war es schwer bei diesen vielen Personen den Überblick zu behalten, was sich jedoch im Verlauf etwas bessert. Trotzdem ist „In Flammen“ ein guter Thriller, mit der nötigen Action und Spannung, der auch für Leser geeignet ist, die es nicht allzu blutig mögen. Einige Wendungen und Überraschungen machen das Buch komplett und garantiert damit ein paar spannende Stunden.

ABSCHLUSSWORTE

Mit dem vierten Band um D.I. Helen Grace ist Matthew J. Arlidge ein spannender Thriller gelungen, den auch Neueinsteiger problemlos lesen können. Zwar ist es anfangs etwas schwierig bei den vielen Personen und Sichtweisen einen Überblick zu behalten, dennoch kann man Helen und ihr Team bei ihren Ermittlungen folgen und eigene Theorien und Vermutungen aufstellen. Eine nötige Portion Action, eine unfassbare Skrupellosigkeit des Täters und überraschende Wendungen runden dieses Buch ab. Eine Empfehlung für alle, die es nicht allzu blutig, aber trotzdem spannend mögen.


LITERARISCHE INFOS

Rowohlt Verlag | erschienen: August 2016 | 432 Seiten | Band 4 | Taschenbuch | 9,99 EUR
Originaltitel: Liar Liar | übersetzt von Karen Witthuhn

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