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Isa Grimm – Klammroth

Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten. Anais Schwarz hat nach einem verheerenden Unfall mit vielen Toten und Verletzten Klammroth verlassen. Anais war bei dem Unglück selbst dabei, hat aber überlebt und ist noch glimpflich davongekommen. Kurze Zeit nach dem Unfall hat sie Klammroth verlassen. 16 Jahre später kehrt sie mit ihrer 14-jährigen Tochter Lily aufgrund eines Todesfalls dorthin zurück. Anais will die behördlichen Dinge so schnell wie möglich regeln, um dann wieder aus Klammroth zu verschwinden. Denn in Wahrheit hat sie den Unfall und ihre Schuldgefühle bis heute nicht richtig verarbeitet. Und dann geschehen da noch diese seltsame Dinge in Klammroth und plötzlich werden neue Opfer gefordert.

MEINE MEINUNG

Er hatte schon Opfer gefordert, als noch keine Menschen in den Wäldern am Fluss gelebt […] hatten. […] In den zwei Jahrtausenden, die seither vergangen waren, hatte das Sterben kein Ende genommen.“ S. 9

Der Prolog dieses Buches beginnt vielversprechend, mit einer düsteren und drückenden Atmosphäre. Der Tunnel wird sofort angesprochen und wirft Geheimnisse auf, die einen neugierig machen. Danach wird das Buch leider schwach und ich bin trotz dunkler, verregneter Nächte und mysteriösen Ereignissen nicht mehr in diese geheimnisvolle, düstere Stimmung gekommen. Während des gesamten Buches versteckt die Autorin kleine Hinweise im Buch, die zum Schluss führen sollen und erzählt dabei gleichzeitig immer wieder aus der Vergangenheit und den Ereignissen in Klammroth. Dabei lockt die Autorin einen zum Teil auf die falsche Fährte, sodass sich zunächst nicht unterscheiden lässt, wer der Gute und wer der Böse ist.

Das Buch wird aus der Sicht eines Dritten geschrieben. Ein negativer Punkt an dieser Sichtweise ist vielleicht, dass man die Charaktere nicht so gut kennenlernt. Mit allen im Buch vorkommenden Personen bin ich einfach nicht warm geworden, sie waren mir zum Teil sogar unsympathisch. Es war mehr so ein akzeptieren der Charaktere, weil ja nun mal irgendwelche handelnden Personen in der Story vorkommen müssen.  Die Geschichte an sich kam mir die ersten 240 Seiten sehr unspektakulär vor. Es hat mich mehr an eine Art Dokumentation erinnert. Das war alles ohne wirkliches Gefühl und war sehr neutral erzählt. Zudem war  für mich lange überhaupt nicht klar, wo das Ganze hinführen soll. Einigermaßen spannend wurde es erst ab den letzten 80 Seiten. Die Handlung hatte dann aber für mich zum Ende hin irgendwie kaum noch Sinn und es war alles nur verwirrend. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte das Buch jetzt einfach nur noch beenden – egal wie.

Das Ende selber war aber tatsächlich ein klein wenig überraschend und ist damit höchstwahrscheinlich der einzige Pluspunkt den ich geben kann, auch wenn nicht alle meine Fragen beantwortet worden sind.

ABSCHLUSSWORTE

Der Klappentext war vielversprechend, aber die erwartete Gänsehaut und der Gruselfaktor sind bei mir nicht wirklich eingetreten. Einzig und allein der überraschende Schluss und die doch spannenden letzten 80 Seiten konnten einen kleinen Pluspunkt sammeln. Ansonsten konnte ich mit den Charakteren nichts anfangen und die Handlung war mehr verstörend als erklärend.

2/5 Punkte


LITERARISCHE INFOS

Bastei Lübbe | Mai 2014 | 334 Seiten | Einzelband | Paperback/Broschiert | 14,99 EUR

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5 Comments

  • Reply Aleshanee Tawariell

    Hi!
    Ich hab dem Buch zwar 3/5 Sternen gegeben, kann dir im Großen und Ganzen aber nur zustimmen. Richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte nicht, vor allem nicht mit den Charakteren und der Gruselfaktor hat irgendwie gefehlt …

    Liebste Grüße, Aleshanee

    28. Mai 2014 at 21:50
  • Reply Ela Leselounge

    Hey,
    ich dachte schon ich bin die einzige mit solch einer Meinung, sonst ist das Buch ja relativ gut bewertet, wie ich gesehen habe. Ich hatte auch erst überlegt, ob ich nicht noch drei Punkte gebe, aber es waren für mich persönlich einfach zu viele negative Punkte.

    Liebe Grüße Ela

    28. Mai 2014 at 22:04
  • Reply Franzis

    Hey..jaa doch ich kann deine Bewertung total nachvollziehen..mich haben die Punkte nur einfach weniger gestört, die du aufzähslt 🙂 Deswegen ist bei mir so viel besser. Aber das mit den Müllbeuteln..da hast Recht..Ich war vom Ende so überrascht, dass ich überhaupt nicht gemerkt hab, dass die so gar keinen Sinn ergeben haben eigentlich..das merk ich jetzt erste wieder^^.

    29. Mai 2014 at 8:27
  • Reply Ela Leselounge

    Hi,
    Ich glaube der Hauptpunkt war wirklich, dass ich es größtenteils einfach nicht spannend fand. Ja oder ich weiß irgendwie gar nicht ob sie mit diesen Müllbeuteln was ausdrücken wollte xD

    29. Mai 2014 at 9:28
  • Reply Franzis

    Haha jaa..je mehr ich darüber nachdenke, desto unlogischer find ich die 😀

    29. Mai 2014 at 10:23
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