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Wie läuft das eigentlich mit dem Bücherbloggen?

Vor ungefähr 4 Monaten hat Tobi von Lesestunden, einen sehr interessanten Beitrag dazu geliefert, wie er bloggt. Dabei hat er uns auch gefragt, wie unsere Blogarbeit verläuft. Ich habe in dem Zuge die Fragen von Tobi aufgegriffen und diese beanwortet. Den Beitrag von Tobi könnt ihr gerne hier nachlesen.

Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge? Beeinflussen dich andere Blogger oder Verlage über Themen oder Bücher zu schreiben?

Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, der weiß, dass es auf „Literaturliebe“ so gut wie nur Rezensionen gibt. Klar, die üblichen Neuerscheinungs- und Rückblickposts gibt es schon, aber für andere Beiträge fehlt mir schlichtweg die Kreativität. Etwas beeinflussbar von anderen Bloggern bin ich vielleicht schon, wie man gerade an diesem Beitrag hier sieht. Aber alles mache ich auch nicht mit. Bei vielen Diskussionen (wie z.B. zuletzt über die Professionalisierung von Blogs) halte ich mich grundsätzlich eher raus. Erstens weil es genügend andere Leute gibt, die ihre Meinung dazu kundtun und zweitens, weil ich meinen Blog so führe, wie ich das will. Wenn ich etwas ändern will, mache ich das einfach. Ist ja schließlich mein Blog-Baby. Punkt. Bei Büchern muss ich zugeben bin ich dagegen schon etwas beeinflussbar. Wenn ein Buch vom Verlag oder anderen Bloggern extrem gehyped/gelobt wird, muss ich oft einfach wissen, was hinter dem ganzen Gerede steckt und das Buch in 95 % der Fälle einfach selbst lesen.

Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht? Wie entscheidend ist für dich die Aktualität eines Buches?

Die Entscheidung über ein Buch zu bloggen kommt meistens aus dem Bauch heraus. Zu Anfangszeiten habe ich über jedes Buch eine Rezension geschrieben, mittlerweile mache ich das nicht mehr. Entweder habe ich das Gefühl, ich muss unbedingt etwas zu dem Buch loswerden oder eben nicht. Ich lese zugegeben wahnsinnig gerne die Neuerscheinungen, aber prinzipiell ist die Aktualität des Buches mir nicht wichtig. Mittlerweile greife ich auch zu den etwas älteren Büchern. Bei diesen bin ich aber trotzdem dazu übergegangen, mich auf eine Kurzrezension zu beschränken oder diese in die Kategorie „Short Look on …“ einzuarbeiten. Das mache ich meistens, wenn es zu dem Buch schon hunderte von Rezensionen gibt.

Besprichst du auch Rezensionsexemplare und wie gehst du damit um?

Rezensionsexemplare bespreche ich teilweise, wobei dies aus Zeitgründen weniger geworden ist. Ich finde es sehr nett, dass die Verlage diese Möglichkeit bieten, aber ich möchte dementsprechend auch meine „Pflichten“ einhalten und das Buch zeitnah besprechen. Wenn ich ein Rezensionsexemplar anfrage, wähle ich sie mit Bedacht und nur wenn ich es wirklich unbedingt lesen will. Wenn ich unsicher bin, ob es etwas für mich ist, warte ich lieber und kaufe bzw. ertausche mir das Buch irgendwann selber. Nach Möglichkeit frage ich auch nie mehr als 3 Bücher gleichzeitig an, da ich es zeitlich sonst nicht schaffen würde. Wie bei allen Büchern gilt aber auch bei Rezensionsexemplaren, dass ich meine persönliche Meinung wiedergebe. Wenn die schlecht ausfällt, dann tut es mir zwar Leid, lässt sich aber nun mal nicht ändern. Ich gebe eine negative Meinung ebenso wieder wie eine positive, egal ob Rezensionsexemplar oder nicht. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Verlage aber auch mit negativen Rezensionen umgehen können und nicht gleich beleidigt sind.

Wo schreibst du deine Beiträge (z.B. immer auf dem iPad Pro in der Badewanne)? Gibt es ein Bild von deinem „Blogarbeitsplatz“?

Bei zwei Zimmern ist es etwas schwierig einen Blogarbeitsplatz zu zeigen. Der Wohnzimmertisch hält bei uns für so ziemlich alles her. Fürs Mittagessen, für einen Fernsehabend, für meinen ganzen Uni-Kram oder halt auch fürs bloggen. Je nach Bedarf wird dieser halt einfach immer freigeräumt. Dabei benutze ich nur meinem Laptop und meinen Blogkalender. Demensprechend schreibe ich auch nur meine Beiträge auf dem Laptop. Im Sommer setze ich mich allerdings gerne raus auf die Terrasse (ja, kein Arbeitszimmer, aber immerhin ein Terrasse! :D) und „arbeite“ von dort aus.

Blogarbeitsplatz

Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags? Schreibst du deine Beiträge direkt in WordPress bzw. der Blogsoftware, oder zuerst auf Papier oder in anderer Software?

Diese Frage lässt sich tatsächlich schwierig beantworten, aber ich schätze, dass ich pro Beitrag mind. 1 Stunde sitze. Das liegt daran, dass ich meistens in mehreren Schritten arbeite. Gerade bei Rezensionen schreibe ich zunächst erstmal Stichpunkte in die Datei und bilde dabei die ersten Absätze, ehe ich im zweiten Schritt aus den Stichpunkten Sätze formuliere. Aber auch andere Beiträge dauern mind. 30 Minuten wie z.B. Neuzugängeposts, bei denen ich zwar eher aus dem Bauch herausschreibe, aber auch das verlinken zu Verlagen dauert seine Zeit. Meine Beiträge schreibe ich dabei immer direkt in WordPress. Eigentlich spiele ich öfter mit dem Gedanken, die Beiträge erst in einer Worddatei zu schreiben, weil ich manchmal Angst habe, dass mir vielleicht das System oder das Internet abschmiert und der Beitrag dann nicht automatisch zwischengespeichert wurde. Als ich noch bei Blogger war, ist mir dies ein paar Mal passiert, bei WordPress hatte ich bisher Glück. Vielleicht sollte ich das Risiko trotzdem langsam mal minimieren und das ändern …

Hast du mehrere Beiträge fertig verfasst als Entwurf, oder veröffentlichst du jeden Beitrag sofort?

Ich veröffentliche Beiträge in der Regel nicht sofort, aber ich habe auch nicht endlos viele Entwürfe gespeichert. Ich versuche immer etwas vorzubloggen, sodass die Woche abgedeckt ist. Dabei lasse ich einen Beitrag aber mind. 24 Stunden ruhen, ehe ich auf planen oder veröffentlichen klicke. Dieser Abstand tut mir in der Regel immer gut, da man am nächsten Tag entweder nochmal Fehler im Text entdeckt oder den einen oder anderen Satz doch nochmal anders formulieren möchte.

Wie oft erscheint in deinem Blog ein Beitrag? Bloggst du regelmäßig und hast feste Tage bzw. Abstände in denen Beiträge erscheinen? Hast du einen festen Tag, an dem du Blogbeiträge schreibst und dich um deinen Blog kümmerst?

Wie eben schon gesagt, versuche ich die Woche immer abzudecken, in dem ich Beiträge vorbereite. Dabei versuche ich mind. 1 Beitrag pro Woche zu veröffentlichen, wobei sich das mittlerweile auf 2 bis 3 Beiträge (gesamt gesehen, nicht nur Rezensionen) eingependelt hat. Einen festen Tag, an dem ich die Beiträge schreibe habe ich dabei nicht. Oft schreibe ich die Beiträge am Sonntag gemütlich vor, sodass ich sie allerhöchstens in der Woche nur noch Korrekturlesen muss. Nach Möglichkeit versuche ich aber schon alles am Wochenende für die kommende Blogwoche fertig zu haben, da ich in der Woche nach der Uni oft keine Zeit habe mich noch damit zu beschäftigen. Die Blogbeiträge erscheinen demnach nach Lust und Laune, feste Tage gibt es nicht, da auch hier wie gesagt die Zeit mitspielen muss.

Machst du auch einmal eine längere Pause vom Bloggen?

Eine längere Pause hatte ich bisher nie. Selbst wenn ich im Urlaub war, habe ich bisher mind. 2 – 3 Beiträge vorbereitet für diese Zeit vorbereitet. Allerdings habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen eine Blogpause einzulegen. Nämlich dann, wenn ich Ende Juli/Anfang August meine Klausurenphase habe. Letztes Semester (mein erstes) habe ich gemerkt, dass ich während der Klausurenphase weder Zeit und erst recht keine Nerven habe zu bloggen, geschweige denn überhaupt ein Buch zu lesen. Insofern wird es zukünftig diese Pausen während der Klausurenphase geben.

Hast du Hilfsmittel, wie einen Planer, eine App oder irgendein Gadget?

Wie viele andere Blogger habe ich diesen tollen Planer „The Blogger Artist“. Mit dem versuche ich immer die Woche vorzubereiten und meine Beiträge zu planen. Aber auch so ist er sehr nützlich, indem man z.B. erhaltene Rezensionsexemplare eintragen kann, wann ich den Beleglink gesendet habe oder meine Monatsfavoriten eintragen kann (wichtig für die Quartalslieblinge). Zwar benutze ich auch einige Funktionen dieses Kalenders nicht, aber das, was ich benutze hilft mit trotzdem ungemein. Beim Lesen selbst habe ich immer diese bunten Post-Its an meinem Lesezeichen. Damit markiere ich mir Stellen, die ich für wichtig halte oder zu denen ich Gedanken hatte, die ich in meiner Rezi verwenden möchte. Meistens kommen diese Gedanken beim Stichpunkte aufschreiben wieder. Eine Bedeutung haben die Farben dabei nicht, nur die pinken Post-Its verwende ich für Zitate. Zudem liegt mein Handy immer griffbereit, damit ich notfalls in einer Notizapp noch zusätzliche Notizen machen kann, für den Fall, dass ich doch mal etwas vergesse.

Bloghelfer

Hast du schon einmal einen Beitrag komplett verworfen, weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst?

Einmal? Mehrmals. Besonders meine Quängel-Post habe ich oft nicht veröffentlicht. Wenn ich mal wieder deprimiert war, weil Leser abgesprungen sind, oder weil ich eine Unlust hatte, weil ich mich manchmal nach dem großen unbekannten „Warum?“ frage. Veröffentlicht wurden davon aber nur die wenigsten. Andere Beiträge verwerfe ich dagegen eher selten. Es wird dann halt einfach solange umformuliert und geändert, bis ich damit selbst zufrieden bin.

Machst du für deine Beiträge eigene Fotos? Wenn ja, welche Rolle spielen sie für dich und wie bereitest du sie auf? Wie viel Zeit investierst du für deine Fotos?

Seit ca. einem Jahr verwende ich für die Beiträge meine eigenen Fotos, da ich das viel schöner und persönlicher finde. Manchmal bin ich damit selbst unzufrieden, manchmal mag ich sie. Meine Aufbereitung ist dabei ganz simpel. Für Rezensionen fotografiere ich lediglich die Cover, entweder auf einer weißen Decke oder auf dem dunklen Holzfußboden im Flur. Die Entscheidung, welches der beiden Untergründe ich verwende hängt dabei vom Cover ab. Die helleren Cover werden in der Regel auf dem dunklen Untergrund fotografiert, die dunklen Cover auf dem hellen Untergrund. Hierbei bin ich aber immer auf gutes Tageslicht angewiesen, was sich besonders im Winter als schwierig erweist. Mittlerweile versuche ich gute Lichtverhältnisse einfach zu nutzen und mehrere Fotos für verschiedene Beiträge zu schießen. Manchmal muss ich mich aber auch einfach mit dem Licht zufrieden geben, was da ist. Das ich nur die Cover fotografiere hat den einfachen Grund, dass ich einfach kein Dekomensch bin. Bis auf ein paar Kerzen findet man bei mir Zuhause kaum etwas an Deko. Daher versuche ich wenigstens die Cover in ein (einigermaßen) gutes Licht zu rücken. Für andere Beiträge wie die Rückblicke oder Neuzugänge bediene ich mich dann an meinen Kerzen wie z.B. die auf dem Bild. Das ist das einzige Kreative, was ich zustande bekomme. Wie lange ich insgesamt für die Fotos investiere lässt sich auch kaum sagen, aber hier tippe ich auch mal auf ca. mind. 20 – 30 Minuten. Oft machte ich mehrere Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven. Danach bearbeite ich die Fotos noch, indem ich sie zuschneide und oft auch noch etwas aufhelle. Oft sortiere ich beim bearbeiten der Bilder schon einige aus, aber oft bleiben auch noch mind. 3 Stück übrig, zwischen denen ich mich dann entscheiden muss. Und die Entscheidung kann wohl mit am Längsten dauern … 😉

Fotogadgets

Wie wichtig sind für dich Social Media Kanäle und wie viel Zeit und Aufwand verbringst du, sie zu pflegen?

Ich mag dieses Social-Media. Vor dem Blog war ich nur bei Facebook, mittlerweile bin ich zusätzlich bei Twitter, Instagram und Pinterest angemeldet. Besonders Instagram liebe ich. Ich liebe es einfach Fotos zu schießen etc. Ich versuche meine Profile schon regelmäßig zu pflegen, indem ich zumindest meine Beiträge immer dort verlinke. Privates findet man dort kaum bei mir, zumindest nicht was die Accounts im Zusammenhang mit dem Blog angehen. Sicherlich kommt auch mal ein privaterer Tweet oder ähnliches, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.

Nun bin ich neugierig! Wie läuft bei euch das (Bücher-)Bloggen? Falls ihr selber einen Beitrag dazu geschrieben habt, verlinkt ihn mir ruhig. Ich bin sehr gespannt!

Alles Liebe, Ela ♥

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3 Comments

  • Reply Wie läuft das mit dem Bücherbloggen? | lesestunden

    […] Ela von literaturliebe […]

    4. Juni 2016 at 17:46
  • Reply Jacquy

    Mit der Beeinflussung und den Rezensionsexemplaren halten wir es wohl ähnlich, aber ich merke schon, dass du an alles mit viel mehr Arbeit und Professionalität rangehst als ich, die alles einfach hintippt und nur einmal drüber liest, ob alles Sinn macht oder ein Fehler drin ist. Wenn ich länger warte, bin ich nämlich meistens nicht mehr zufrieden, weiß aber auch nicht genau, was ich daran ändern möchte und das wird mir dann zu viel Stress, den ich so vermeiden kann 😀
    Hier habe ich auch die Fragen beantwortet: http://jacquysthoughts.blogspot.com/2016/03/wie-blogge-ich-eigentlich.html 🙂
    Liebe Grüße!

    6. Juni 2016 at 21:14
    • Reply Literaturliebe

      Hallo Jacquy,

      ich würde es jetzt nicht als mehr Professionalität bezeichnen. Das mit den Stichpunkten aufschreiben hat sich einfach so ergeben, damit ich weiß, in welche ungefähre Richtung ich will. Sofort Sätze zu schreiben hat da leider nicht wirklich funktioniert…

      Ich werde mir deine Fragen mal ansehen, danke für den Link 🙂

      Alles Liebe, Ela

      8. Juni 2016 at 18:10

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