Katrin Koppold – Hoffnung auf Kirschblüten

Mia fährt nach Paris. Im Gepäck: ein gebrochenes Herz und ein Bolzenschneider. Sie möchte das Liebesschloss durchtrennen, das sie ein paar Wochen zuvor mit Rik an einer der vielen Brücken befestigt hat – aber an welcher? Als Mia dem geheimnisvollen Noah mit den traurigen Augen begegnet, der sie zu den schönsten Plätzen der Stadt führt, wird ihre Suche recht bald zur Nebensache. Doch noch hat sie mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen.

 

GEDANKEN ZU “HOFFNUNG AUF KIRSCHBLÜTEN“

In „Hoffnung auf Kirschblüten“ bekommt nun die vierte der Baum-Schwestern ihre eigene Geschichte. Mia ist man schon gelegentlich in den vorherigen Bänden begegnet. Sie wirkte dabei immer so wunderbar zynisch und eigensinnig, weswegen ich sie immer mochte. Jetzt zerfließt sie anfangs fast in Selbstmitleid, wirkt manchmal sogar sprunghaft und kindisch, was den positiven Eindruck der starken Frau etwas neutralisiert hat. Mia dachte, mit Rik endlich den richtigen Mann gefunden zu haben, doch durch die jetzige Trennung verliert Mia ihre Leichtigkeit und gerät immer mehr in eine depressive Phase. Den Grund für die Trennung bekommt der Leser dabei nach und nach in kleinen Schritten präsentiert. Mit dem Trip nach Paris und dem Entfernen des Liebesschlosses will Mia sich endlich von Rik befreien. Auf der Reise lernt sie Noah kennen, einen Mann, der unnahbar und geheimnisvoll wirkt und Rik Stück für Stück in Vergessenheit geraten lässt.

 

„Glaubst du eigentlich noch an die Liebe, Mia?“ Sie richtete ihren Blick auf mich. Verblüfft sah ich sie an. „Ja natürlich. Das tue ich.“ Und diese Antwort überraschte mich selbst.
S. 144

 

Mit dem letzten Band der „Sternschnuppen-Reihe“ zeigte Katrin Koppold mir mal wieder, warum sie mittlerweile zu einer meiner liebsten Autorinnen gehört. Der Leser wird auf eine interessante Reise durch Paris mitgenommen, der an die faszinierendsten Orte führt. Allerdings waren es mir manchmal einige Zufälle zu viel auf dieser Reise, da der eine sich immer genau da aufhält, wo der andere sich gerade befindet, ohne dass sie verabredet waren.

Wie zu erwarten lässt Katrin Koppold ein bisschen Drama nicht aus, kann aber auch hier mit überraschenden Wendungen punkten. Ein leichter Schreibstil ist perfekt mit der Handlung verbunden, wobei die emotionalen Szenen an genau den richtigen Stellen eingesetzt wurden. Aufgelockert wird die Geschichte zusätzlich durch die beste Freundin ihrer Schwester Fee – Nina – und deren Mitbewohner Vincent, bei denen Mia während ihres Parisaufenthaltes wohnt. Obwohl die Autorin wie in den Vorgängern auch einen bestimmten ernsten Grundton anschlägt, lässt sich diese Geschichte nicht mit den anderen drei vergleichen. Jede Schwester ist anders und einzig auf ihre Art und so sind auch die Geschichten an die jeweilige Schwester angepasst. Obwohl man eigentlich weiß, wie die Geschichte von Mia enden wird, muss man dieses Buch einfach weiterlesen, bis man auch wirklich ganz sicher weiß, wie es ausgeht.

 

ZUSAMMENFASSEND

 

Ich war schon immer der Ansicht, dass es nicht die Fehler sind, die wir am Ende unseres Lebens bedauern, sondern die verpassten Chancen.
S. 249

 

Endlich hat die sympathische Mia mit „Hoffnung auf Kirschblüten“ ihre Geschichte erhalten, die Katrin Koppold genauso wunderbar gelungen ist, wie den Vorgängern. Es ist eine schöne Reise durch die Hauptstadt Frankreichs, auf der sowohl emotionale sowie unterwartete Dinge passieren. Katrin Koppold zeigt damit erneut, warum man in ihren Büchern so wunderbar versinken und die Zeit vergessen kann.


{Werbung} Infos zum Buch

Rowohlt Verlag || ET: Januar 2016 || 336 Seiten || Band 4, unabhängig voneinander lesbar
Taschenbuch – 9,99 EUR

Sternschnuppen-Reihe
Band 1: Aussicht auf Sternschnuppen || Band 2: Zeit für Eisblumen
Band 3: Sehnsucht nach Zimtsternen || Band 4: Hoffnung auf Kirschblüten


Rezensionsexemplar  
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Rowohlt Verlag

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