New Adult, Rezensionen

Rezension | Leonie Lastella – Das Licht von tausend Sternen

Das Licht von tausend Sternen
Rezensionsexemplar  

Als sie Ashton zum ersten Mal in die Augen sieht, stellt er Harpers Welt völlig auf den Kopf. Doch egal wie stark ihr Herz auch klopfen mag, sie kann sich nicht auf einen Flirt mit Ashton einlassen. Denn jeden Abend schlüpft sie aus ihrem sorglosen Studentenleben in die Rolle der fürsorglichen Schwester, die sich um ihren autistischen Bruder kümmert. Harper hat keine Zeit für Abenteuer, für Spontaneität, für Kompromisse. Und doch erobert Ashton nach und nach ihr Herz. Zum ersten Mal ist ihr etwas wichtiger als ihre Familie – und plötzlich steht Harper vor der wohl schwersten Entscheidung ihres Lebens …

– dtv junior

 

GEDANKEN ZU „DAS LICHT VON TAUSEND STERNEN“

DAS LICHT VON TAUSEND STERNEN hat mich sofort angesprochen, allein schon wegen des Titels und dieses zauberhaften Covers. Auch inhaltlich kann die Liebesgeschichte von Harper und Ashton überzeugen.

Harper ist eine pflichtbewusste junge Frau, die sich aufopferungsvoll um ihrem autistischen Bruder Ben kümmert. Dadurch macht sie einen reifen Eindruck, aber man merkt auch oft, dass Harper die Freiheiten und ihre Jugendlichkeit fehlt. Dadurch weitet sie ihre Grenzen heimlich aus. Der Grat zwischen den Familienpflichten und ihrer Freiheit wird für Harper dabei immer schmaler. Harpers Zwiespalt wurde von der Autorin gut dargestellt, denn sie musste in ihrem bisherigen Leben oft zurückstecken und vieles opfern. Das machte die Situation noch authentischer.

Ashton wird dagegen zunächst als der klassische Frauenheld dargestellt. Doch dieses Bild wandelt sich schnell, denn er ist erstaunlich hartnäckig, was Harper angeht. Ashton wurde von Leonie Lastella sehr facettenreich dargestellt, so musste er früh mit Verlusten und seinen eigenen Familiendramen umgehen. Schön ist, dass die Autorin einem hier nicht lange rätseln lässt, sondern das Geheimnis schnell löst. Insgesamt hat die Autorin eine gute, tiefgründige Figurenausarbeitung zu bieten.

 

Sie ist meine Familie. Der Teil, den man sich selbst aussucht. Nicht der Teil, mit dem man zufällig die gleichen Gene teilt und der diese Beziehung als Einbahnstraße betrachtet. Verwandt zu sein, bedeutet nicht, dass man diesen Menschen etwas wert ist […]. – S. 96

 

Leonie Lastella hat einen der Zielgruppe angepassten Schreibstil, jedoch ist DAS LICHT VON TAUSEND STERNEN für mich nicht unbedingt ein Jugendbuch, sondern aufgrund des Alters der Protagonisten und der teils sehr detailliert intimen Szenen eher im New Adult Bereich einzuordnen. Die Kombination aus Uni, Freunde, erster Liebe aber auch vielen alltäglichen Dingen, mit denen man konfrontiert wird, wurde von der Autorin gut und in einem ausgewogenen Verhältnis miteinander verknüpft. Zudem fand ich es gut, dass die Autorin das Thema Autismus anbringt. Dieses passt ebenfalls gut in die Gesamthandlung rein und scheint gut recherchiert sowie realistisch dargestellt zu sein.

DAS LICHT VON TAUSEND STERNEN ist ein leichtes Buch, das jedoch wenig Überraschungen aufweist. Insgesamt handelt es sich hier jedoch um eine schöne Lovestory mit ein paar Hindernissen, ein bisschen – manchmal schon fast zu viel – Kitsch und einer guten Portion Romantik. Der Spannungsbogen war eher mittelmäßig gehalten. Es wurde zwar nie langweilig, aber hochspannend ist auch etwas anderes. Leonie Lastella legt in der Story vor allem Wert auf die Beziehungsentwicklung, den Emotionen sowie den familiären Situationen von Harper und Ashton. Vom Grunde her ist das auch vollkommen okay, denn nicht jedes Buch muss einen dauerhaft unter Strom stehen lassen. Am Ende fehlte dem Buch aber das besonderes Etwas.

 

KURZ & KNAPP

Wer mal wieder ein locker-leichtes Jugendbuch bzw. New Adult Roman braucht, ist mit DAS LICHT VON TAUSEND STERNEN gut bedient. Eine gute Charakterausarbeitung, ein passender Schreibstil und viele Themen, mit denen man sich gut identifizieren kann, lassen einen schnell durch die Story von Harper und Ashton kommen. Am Ende fehlte zwar das gewisse Etwas, dennoch ist dieses Buch eine Empfehlung.

 

BEWERTUNG: BUCHTIPP

Insgesamt
4.3
  • Story & Umsetzung
  • Charaktere
  • Schreibstil
  • Spannung
Positiv Neutral Negativ
lockerer Schreibstil mittelmäßiger Spannungsbogen wenig Überraschungen
facettenreiche Charakterausarbeitung manchmal sehr kitschig
gelungene Kombi aller Themen
realistische, gut recherchierte Gesamtstory

 


Bibliografie
dtv junior – ET: März 2020 – 384 Seiten – Einzelband – Klappenbroschur – 12,95 EUR

2 thoughts on “Rezension | Leonie Lastella – Das Licht von tausend Sternen

  1. Liebe Ela,

    klingt nach einer angenehmen Frühlingslektüre, obwohl ich mir darunter schon die Thematik einer starken familiären Bindung vorstelle. Zumindest von seiten von Harper. Ihr Alltag ist definitiv eine Herausforderung, die nicht jeder schaffen würde.

    Liebe Grüße
    Tina

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