Fantasy & Science-Fiction, Rezensionen

Rezension | Veronica Roth – Die Bestimmung | Band 1

Die Bestimmung

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und Ferox – die Furchtlosen … Fünf Fraktionen, fünf verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Test, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte. Die aber gelten in ihrer Welt als hoch gefährlich …

– CBT Verlag

 

GEDANKEN ZU “DIE BESTIMMUNG“

Im ersten Band von DIE BESTIMMUNG geht es größtenteils um die Ausbildung von Beatrice, genannt Tris, bei den Ferox. Eigentlich stammt sie von den Altruan, aber man merkt des Öfteren, dass sie dort nicht wirklich reingepasst hat. Sie ist eben nicht immer so selbstlos, wie man es bei den Altruan erwartet. Sie ist auch mal egoistisch, beweist öfter Mut als man ihr zutraut und entwickelt einen unglaublichen Kampfgeist, um die Aufnahmeprüfung der Ferox zu bestehen. Dass sie eine Unbestimmte ist und damit für mehrere Fraktionen infrage kommt, bekommt man zwar gleich zum Anfang mit, aber warum sie damit als gefährlich gilt, wird erst zum Ende hin aufgelöst. Während der gesamten Story bekommt man nach und nach Hintergrundwissen über die einzelnen Fraktionen und über die Gefahr als Unbestimmte vermittelt.

 

Und weil du dich für die Ferox entschieden hast, bist du jemand, der mit dem, was er tut, sehr leicht sein eigenes Todesurteil unterschreibt. – S. 255

 

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Tris geschrieben. Der Schreibstil und die Beschreibungen sind der Autorin gut gelungen. Gerade bei den Simulationen oder den teils brutalen Kampfszenen fühlte ich mich, als wäre ich selbst vor Ort. Zudem überzeugt das Buch durch ausgereifte und (meist) sympathische Charaktere. Tris findet in Will, Christina und Al schnell Freunde bei den Ferox, aber manchmal wusste ich selber nicht genau, ob sie wirklich alle so gut und nett sind, wie sie sich geben. Die Handlungen der einzelnen Charaktere waren dennoch immer nachvollziehbar und die Emotionen verständlich. Besonders sympathisch war mir Four, Tris Ausbilder. Bei ihm merkte man, dass er Tris eigentlich nichts Böses will und er ihr nur versucht zu helfen. Am Ende sind die Handlungen von Four am Meisten durchdacht gewesen.

Die Handlung selbst war spannend aufgebaut, mit actionreichen und dramatischen Szenen. Auch eine gute Portion Sarkasmus fehlte nicht, sodass die eine oder andere Stelle zum schmunzeln war. Der Handlungsverlauf war zwar nicht unbedingt überraschend, aber auch nicht immer vorhersehbar. Es war ein solides und gut akzeptables Mittelding. Einzig vom Ende war ich etwas enttäuscht. Ich habe irgendetwas total Spektakuläres oder einen ganz bösen Cliffhanger erwartet. Zwar ist das Ende ein wenig offen, sodass man sich denken kann, wie es weitergeht. Aber trotzdem war das Ende so ruhig, dezent und einfach gehalten, dass es mich nicht sofort drängt, den zweiten Teil gleich zu lesen.

 

KURZ & KNAPP

Der Auftakt von die DIE BESTIMMUNG ist Veronica Roth gelungen. Spannung, Drama, Liebe, Freundschaft – die Autorin hat hier die komplette Palette an Gefühlen und Emotionen zu bieten. Ausgereifte und meist sympathische Charaktere sowie ein authentischer Schreibstil machen das Buch komplett. Lediglich das Ende war nicht ganz überzeugend. Für all jene, die aber ein Fan von Dystopien/SiFi sind, für die ist DIE BESTIMMUNG definitiv Pflichtprogramm.

4 Punkte


Bibliografie
CBT Verlag – ET: März 2012 – 17,99 Seiten – Band 1 – Hardcover – 17,99 EUR
Originaltitel: Divergent – übersetzt von Petra Koob-Pawis
 
Reihenfolge:
Band 1: Die Bestimmung
Band 2: Die Bestimmung. Tödliche Wahrheit
Band 3: Die Bestimmung. Letzte Entscheidung
 
Ebenfalls von der Autorin rezensiert:
Rat der Neun. Gezeichnet

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