Rezension

Jennifer Benkau – Himmelsfern

Noa verliebt sich. Doch ihr bleiben nur zwei Wochen. In zwei Wochen wird der Junge, dem ihr Herz gehört, dem Menschsein den Rücken kehren, vielleicht für immer. Hat ihre Liebe unter diesen Umständen überhaupt eine Chance? Wird der Schmerz am Ende nicht viel zu groß sein? Doch Noa kennt das Spiel mit dem Feuer – ihre Leidenschaft ist der Tanz mit den brennenden Poi. Wird sie es schaffen, ihre Furcht zu bezwingen, so wie sie bei jedem Training, jedem Auftritt ihre Angst überwindet? Denn sie ist seine einzige Hoffnung …
 

GEDANKEN ZU “HIMMELSFERN“

Mit „Himmelsfern“ liefert uns Jennifer Benkau diesmal keine Dystopie, sondern eine wunderbare Fantasy-Geschichte, die fast mit ihrer erschaffenen Dilogie „Dark Canopy“ mithalten kann. Beginnen tut die Geschichte mit einem Intro, indem uns von einem Ereignis erzählt wird, das Noa’s Leben für immer ändert. Dadurch lernt sie Marlon kennen, einen äußerst mysteriösen und geheimnisvollen Typen, der ganz offensichtlich etwas zu verbergen hat. Zunächst erinnert die Beziehung zwischen den beiden an die von Joy und Neél aus „Dark Canopy“, denn auch Noa konnte Marlon anfangs nicht leiden. Auch wenn sie ihn von der ersten Sekunde an faszinierend fand – das Misstrauen war anfangs größer. Begreift sie erst, dass sie sich in Marlon verliebt hat, gesellt sich zu dem Misstrauen das diese schöne Gefühl der Verliebtheit dazu. Da Marlon anders ist und in zwei Wochen „gehen muss“ ist diese Liebe nicht nur berührend sondern auch verzweifelt zugleich, was einem droht das Herz zu brechen. Dennoch war das Weiterlesen eine Pflicht, weil ich unbedingt wissen wollte, was das Schicksal denn nun wirklich für Noa und Marlon bereit hält.
 

In diesem Moment lernte ich etwas, das ich zuvor nicht zu begreifen imstande gewesen war, weil sich manches erst verstehen lässt, wenn man es selbst erlebt. Ich lernte, dass das Gefühl, jemanden zu lieben, nichts mit Zärtlichkeit zu tun haben muss. Ganz im Gegenteil, es kann gewaltsam sein, brutal und quälend, von tausend Zweifeln durchsetzt.S. 202

 

Der Schreibstil ist erstklassig, so wie man ihn von der Autorin gewohnt ist und auch kennt. Er hat immer etwas magisches an sich. Ihre Vorliebe für Beschreibungen und Metaphern schlägt sich auch hier nieder. Diesmal spielt die Geschichte in der Gegenwart, irgendwo in Deutschland. Die erste Hälfte des Buches, wusste ich nicht genau worum es in der Geschichte eigentlich geht und worauf das Ganze hinauslaufen soll. Gekonnt baut Jennifer Benkau damit einen Spannungsbogen auf und immer wenn man denkt, die Lösung gefunden zu haben, ändert sich wieder alles und steht erneut vor dem Rätsel um Marlon.

Besonders schön mitanzusehen war die wundervolle Beziehung zwischen Noa und ihrem Dad. Noa hat ihrem familiären Leben schon einiges einstecken müssen. Die Beziehung zu ihrem Vater ist daher etwas Besonderes und bietet ihr einen gewissen Halt. Somit wird das Alltägliche mit dem Übernatürlichen vermischt und perfekt in Einklang gebracht, aus der sich eine faszinierende Geschichte entwickelt.
 

ZUSAMMENFASSEND

In „Himmelsfern“ erschafft Jennifer Benkau authentische Figuren und eine kuriose Fantasygeschichte. Zweifel, Unsicherheit und Misstrauen werden von Liebe, Vertrauen und Gefühlen perfekt umrahmt. Die Liebesgeschichte selbst war auch hier anders und berührend mit dem nötigen Schuss an Dramatik. Gerade für Fantasy-Fans ein sehr lesenwertes Buch.


{Werbung} Infos zum Buch

Verlag: script5
ET: September 2013
Seiten: 496
Reihe: Einzelband
Format & Preis: Hardcover – 18,95 EUR

Buchzitate aus Himmelsfern

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: script5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich akzeptiere, dass meine Daten bei Abschicken des Formulars gespeichert werden.