Liebesromane,  Rezension

Lucy Score – Not my type

Rezensionsexemplar

Franchesca Baranski, genannt Frankie, ist nicht nur die erste Brautjungfer ihrer Freundin, sondern auch die beste erste Brautjungfer der Welt. Der Bräutigam wird entführt und die versnobten Hochzeitsgäste benehmen sich unmöglich? Alles kein Problem für Frankie. Aiden Kilbourn, seines Zeichens Trauzeuge, arrogant und verboten gutaussehend, ist ihr dabei keine große Hilfe. Und obwohl Frankie sich nur zu gern von ihm fern hält, übt er eine Anziehungskraft auf sie aus. Aber Frankie lässt sich von Geld und Macht nicht beeindrucken. Da muss schon ein bisschen mehr kommen…
Aiden hat in der Geschäftswelt alles erreicht, kann jede Frau haben, die er will, und kennt das Wort Nein nur vom Hörensagen. Frankie ist die erste, die ihn vehement abweist. Sein Interesse ist geweckt und sein Ehrgeiz erst recht. Aber es könnte sein, dass die temperamentvolle Frau aus Brooklyn die erste ist, die er nicht erobern kann. Und gleichzeitig die einzige, die er wirklich will…

GEDANKEN ZU „NOT MY TYPE“

„Not my type“ ist diese typische Liebesgeschichte, die man schon oft gelesen hat, aber dennoch immer wieder unterhaltsam ist. Große Dinge, sollte man nicht erwarten, die Geschichte ist aber gut umgesetzt. Der Schreibstil ist flüssig und ich habe mich schnell im Buch zurechtgefunden. Es kommen humorvolle und nachdenkliche Szenen vor, es gibt viel Liebe und Leidenschaft, noch mehr Selbstreflexion, Höhen und Tiefen, etwas Drama und Verzeihen. Der Anfang ist gefühlt ein reines Drama, ständig ist der Puls oben und es reiht sich ein Ereignis an das andere an. Dann beruhigt und verlangsamt sich die Handlung, wodurch sie an einigen Stellen für mich zu lang wurde. Die Spannung bleibt aber vom Grundprinzip her immer konstant. Da ich mir den weiteren Handlungsverlauf denken konnte, ging es dann für mich ab einem gewissen Zeitpunkt vorrangig nur noch um die Interaktion der Protagonisten.

Und die Protagonisten machen für mich diese Geschichte aus. Lucy Score bedient sich dem Klischee, dass Frankie und Aiden zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere sind. Mich störte das nicht, denn erst dadurch wie Geschichte so, wie sie jetzt ist. Außerdem – Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich immer noch an. Aiden ist das wandelnde Klischee in diesem Buch, zumindest am Anfang. Millionär, erfolgreicher Unternehmer, gutaussehend, unausstehlich, selbstüberzeugt. Aber da steckt eindeutig mehr hinter seiner Fassade, und diese Persönlichkeit beginnt man schnell zu mögen. Frankie ist sofort eine Sympathieträgerin. Ich finde es so toll, dass Autor*innen die Frauen nicht mehr als schüchterne, kleine Mädchen darstellen, die irgendwelche Traumata und Probleme bewältigen müssen und nur dieser eine Mann ihr da raushelfen kann, wie man es noch vor fünf Jahren lesen musste. Frankie ist schlagfertig, teilweise stur, weiß sich durchzusetzen und auch die heikelste Situation zu meistern. Ihre Handlungen habe ich zwar nicht immer ganz verstanden, aber dennoch mochte ich sie. Diese untypische Heldin und der doch überraschend andere Protagonist ergänzen sich gut und wissen bzw. lernen miteinander umzugehen. Über die Nebencharaktere könnte ich mich eigentlich nur im negativen Sinne äußern. Bis auf Pru, Frankies bester Freundin, wird hier sehr deutlich, wie sehr Geld doch einen Charakter verderben kann.

KURZ & KNAPP

Lucy Score hat mit „Not my type“ einen spannenden und humorvollen Roman geschrieben, mit dem ich viel Spaß hatte. Besonders die Protagonisten Frankie und Aiden, ihre Entwicklung und Interaktion machten den Roman für mich aus. Wer einfach mal wieder ein leichtes, unterhaltsames und teils prickelndes Buch sucht, kann gerne zu Lucy Score und „Not my type“ greifen.


Bibliografie
Forever by Ullstein – ET: März 2019 – 464 Seiten – Einzelband – Taschenbuch – 12,00 EUR – übersetzt von Uta Hege

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