Rezension

Elena Favilli & Francesca Cavallo – Good Night Stories for Rebel Girls

Sie sind ins All und über den Atlantik geflogen, haben den Erdball schon mit 16 umsegelt und die höchsten Gipfel in Röcken bestiegen. In allen Ländern und zu allen Zeiten gab es Frauen, die mutige Vorreiter waren, neugierige Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Herrscherinnen, die unter widrigsten Umständen ihre Länder regierten, Aktivistinnen, die gegen Ungerechtigkeit protestierten, Wissenschaftlerinnen, die unbekannte Pflanzen und gefährliche Tiere erforschten. Dieses Buch versammelt 100 inspirierende Geschichten über beeindruckende Frauen, die jedem Mädchen Mut machen, an seine Träume zu glauben. Eine spannende Lektüre, illustriert von über 60 Künstlerinnen aus aller Welt.

 

GEDANKEN ZU „GOOD NIGHT STORIES FOR REBEL GIRLS“

„Good Night Stories for Rebel Girls“ erinnert tatsächlich an eine Art Gute Nacht Geschichte. Jeder der 100 aufgeführten Frauen wird eine Doppelseite gewidmet, die links die kurze Biografie und rechts eine Illustration umfasst. Durch die Kürze lässt es sich daher gut mal zwischendurch lesen oder abends, wenn man keine endlosen Kapitel lesen will. Zu den Illustrationen selbst: Ein Großteil war wirklich toll und schön gezeichnet, einige (wenige) andere fand ich dagegen eher fragwürdig und mir gefiel der Stil nicht. Das ist aber alles reine Geschmackssache, denn letztlich sind die Frauen an sich viel wichtiger in diesem Buch. Die Sprache dieses Buches ist eher einfach gehalten, was verständlich ist, da es primär auf Kinder ausgerichtet ist. Dennoch finde ich, sollten auch unbedingt Erwachsene und nicht nur Mädchen und Frauen, sondern auch gerne Männer und Jungs mal einen Blick in dieses Buch werfen.

Dieses Buch liefert nur die Grundinfos und das Leben der Frauen wird lediglich kurz skizziert. Bei Interesse und Bedarf können aber natürlich jederzeit eigene Recherchen angestellt werden. Überrascht hat mich, dass dieses Buch so viele Frauen aus unterschiedlichen Sparten repräsentiert. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber ich bin eher von Politikerinnen und Aktivistinnen ausgegangen. Dass zusätzlich Musikerinnen, Sportlerinnen, Schriftstellerinnen, ja sogar eine Tattookünstlerin und Piratinnen dargestellt werden, damit habe ich nicht gerechnet. Es zeigt jedoch die unendliche Vielfalt, in der wir Frauen aktiv sind, aktiv sein können und wo wir überall laut und sichtbar werden.
 

An alle rebellischen Mädchen dieser Welt: Träumt größer, zielt höher, kämpft entschlossener und im Zweifelsfall merkt euch, ihr habt recht.

 

Das Buch befasst sich jedoch nicht nur mit Frauen aus verschiedenen Lebensbereichen, sondern auch mit Frauen verschiedener Herkunft und aus unterschiedlichen Zeitepochen. Vom alten Ägypten und damit Frauen, die seit vielen Jahrhunderten tot sind bis zur Gegenwart und damit Frauen, die teilweise jünger sind als ich, ist in diesem Buch alles vertreten. Dieses Buch zeigt auf wirklich wunderbare Weise großartige und rebellische Frauen, die dem Leben trotzen, dem Schicksal entgegentreten und immer gekämpft haben. Frauen, die vielleicht nicht immer grundlegend die Welt verändert, dafür aber unglaublich viel Mut und Stärke in so vielen Lebenslagen bewiesen haben. Unglaublich stark und inspirierend.

 

ZUSAMMENFASSEND

Ein großartiges Buch über wirklich außergewöhnliche, mutige und unerschrockene Frauen aus Gegenwart und Vergangenheit. Auch wenn Jungs und Männer ebenfalls in dieses Buch schauen sollten, so hoffe ich sehr, dass ganz viele Mädchen und Frauen dieses Buch lesen werden, damit sie ebenfalls mit so großer Stärke durch das Leben gehen. Dieses Buch gehört in jedes Regal.


{Werbung} Infos zum Buch

Hanser Verlag || ET: September 2017 || 224 Seiten || Band 1, unabhängig voneinander lesbar
Hardcover || 24,00 EUR || Originaltitel: Good Night Stories for Rebel Girls
übersetzt von Birgit Kollmann

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Carl Hanser Verlag

2 Comments

  • Nicole

    Das Buch möchte ich mir auch noch zulegen. Finde die Idee dahinter super und ich denke, dass es sich schön zum Schmönkern eignet, was du ja auch schon geschrieben hast. Das Schöne ist ja, dass man so neugierig auf die Geschichte einiger Frauen wird und vielleicht dann weitere Werke liest. Ich finde vor allem die bunte Mischung gelungen. Hatte das Buch letztens im Buchladen in der Hand und schon mal geschaut, wen man darin so findet.

    Dankeschön für deine lieben Worte Ela,
    es freut mich aber zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die diesen Weg gegangen ist. Viele wissen ja gar nicht so viel über den zweiten Bildungsweg und dass das gar nich so leicht ist, vor allem weil man ja aus vielen Schulfächern inhaltlich schon länger raus ist. Das fand ich auf der BOS auch so hart.

    Was ich ja auch oft höre ist, dass es ja gar nicht so schwer ist ne Hausarbeit oder auch die Bachelorarbeit zu schreiben. Da werde ich auch immer sauer, weil die Leute dann meist gar keine Vorstellung davon haben welcher Aufwand dahinter steckt. Es geht ja nicht nur um das Schreiben selbst, sondern dafür muss auch viel Vorarbeit geleistet werden, wie Themenrecherche, Ausarbeietung der Gliederung, die im Falle der BA mehr als einmal nachbearbeitet werden muss, Literatursuche und erst dann legt man mit dem Schreiben los und im Anschluss folgt ja die Nachbearbeitung. Das ständige Korrekturlesen, Überprüfen ob alle Quellen drinenn sind und richtig zitiert wurde und das Drucken, binden lassen etc. Das ja alles Arbeit und macht sich nicht von selbst. Weiß auch nicht was manche da immer denken und wenn man sein Studium ernst nimmt, dann wendet man dementsprechend auch viel Zeit dafür auf. Also Hut ab, dass du sogar noch 20 Stunden neben gejobbt hast. Das ist echt viel. Würde ich leider jetzt im ersten Semester zeitlich gar nicht mit meinem Studenplan vereinbaren können, deshalb bin ich froh das ich noch zu Hause wohne. Da fällt die Miete schon mal weg und mir reicht auch etwas weniger Geld im Monat.

    Selbstorganisation lernt man da definitiv auch. Wünsche dir übrigens wenn es soweit ist auch ganz viel Erfolg und Spaß im Master. Was studierst du denn, wenn ich Fragen darf?

    • Ela

      Die Idee ist wirklich sehr toll und da sind so viele spannende und faszinierende Frauen drinnen. Vielleicht lässt du es dir mal zu Weihnachten oder so schenken 🙂

      Ich gebe dir auf jeden Fall Recht – viele denken, wenn man studiert hat man automatisch Abi, dass das aber auch ohne Abi möglich ist, ist den meisten gar nicht bewusst. Ich jedenfalls bereue es bisher nicht nochmal „von vorne“ angefangen zu haben und mich für das Studum entschieden zu haben.
      Ebenfalls recht hast du mit Hausarbeiten etc. Das ist halt nicht mal eben schnell paar Seiten zusammenschreiben. Nicht nur die ganze Arbeit, die man davor in Themensuche und unendlicher Recherche steckt, zwischendrin muss ja auch nochmal rechecherieren, wenn es noch nicht passt. Das Schreiben ist nicht mal das Schlimmste aber wie du schon sagst, dann immer wieder überarbeiten und für mich das Schlimmste: Literatur- und Quellenverzeichnis. Ich hasse es das aufstellen xD

      Ich gehe immer noch 20 Stunden arbeiten, und das muss ich auch, weil sonst könnte ich mir diesen ganzen Spaß mit studieren gar nicht leisten können. Das wird während meines Masters auch so sein. Manchmal war das zusätzlich zum ganzen Arbeitsaufwand an der Uni wirklich hart an der Grenze und ehrlich gesagt, frage ich mich auch manchmal wie ich es trotzdem geschafft habe und dann eigentlich auch noch ziemlich gut, wie ich finde. Aber es geht alles irgendwie. Wie du schon sagst – man muss halt dafür arbeiten. Rumjammern hilft da auch nicht (auch wenn ich es trotzdem manchmal getan habe xD)

      Ich studiere jetzt im Bachelor BWL. Im Master nächstes Jahr möchte ich dann die Marketingrichtung gehen. Was studierst du?

      Ich wünsche dir auch noch ganz viel Erfolg 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich akzeptiere, dass meine Daten bei Abschicken des Formulars gespeichert werden.