Piper Rayne - The Bartender

Piper Rayne – The Bartender

Liebesromane Rezension

War der One-Night-Stand eine gute Idee? Rückblickend wohl eher nicht. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, ich hatte gerade meinen Traumjob verloren, war zurück ins Haus meiner Großeltern nach San Francisco gezogen und ein Typ von Tinder hatte mich versetzt. Es war, als hätte mir das Leben den »Loser«-Stempel aufgedrückt. Und als der Typ hinter der Bar mich dann mit diesem Blick ansah, mit seinem perfekten Dreitagebart, dem Bizeps, der sich unter seinem Shirt wölbte und mit diesem Grinsen … Ich gebe zu, dass ich impulsiv gehandelt habe. Aber ich konnte ja nicht wissen, WER der Barmann wirklich war …
 

GEDANKEN ZU „THE BARTENDER“

„The Bartender“ wurde mir vergangenes Jahr von Jess auf der Messe empfohlen und nach kurzer Recherche des Inhaltes wurde mir schnell klar, dass mir das Buch gefallen könnte. Ich hatte ja keine Ahnung, wie sehr ich das Buch am Ende wirklich mögen würde!

Whitney ist quasi am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Arbeitslos und wieder bei ihren Großeltern wohnend, geht sie in eine Bar um Ablenkung in einem Tinder-Date zu finden. Während sie auf ihr Date wartet verwickelt der Barkeeper Cole Whitney in ein Gespräch. Als ihr nach zu vielen Drinks klar wird, dass sie versetzt wurde, geht sie kurzerhand mit Cole mit. Whitney konnte ja nicht ahnen, unter welch unterhaltsamen Umständen das Schicksal sie wieder zu Cole führt. Die Protagonisten haben hier nämlich bereits eine gemeinsame Vergangenheit. Oder halt auch nicht – kommt in dem Fall auf die Perspektive an, denn während Cole absolut keine Ahnung hat wer Whitney ist, macht sie ihn für einen bestimmten Wendepunkt in ihrem Leben verantwortlich. Zunächst will sie ihn deswegen unbedingt hassen, aber sie merkt mit der Zeit, dass man für manche Dinge nicht zwingend jemanden anderen verantwortlich machen kann.
 

Manchmal passieren Dinge – gute wie schlechte – einfach aus keinem anderen Grund, als dass sie eben passieren. – Pos. 2542

 

Cole ist frech, schlagfertig, auf den ersten Blick wie dieser typische Bad Boy, aber es war sehr überraschend wie liebevoll er mit Whitney umging. Auch neigt man dazu, ihn zu unterschätzen und ist überrascht, welch tiefe Persönlichkeit hinter Cole steckt. Es gab immer mal wieder ein paar Szenen, in denen man als Leser deutlich spürt, dass Cole etwas verheimlicht, aber dann gab es auch diese Momente, in denen er genau das richtige sagt oder tut. Cole lässt definitiv Frauenherzen schmelzen. Whitney war charakterlich ähnlich wie Cole – stark, frech und durchsetzungsfähig. Aber auch hinter ihr steckt eine tiefere Persönlichkeit, die man besonders dann spürte, wenn sie ihre verletzliche Seite zeigte.
 

Eines ist mir bei dem alledem klar geworden – nur weil dich jemand verletzt hat, heißt das nicht, dass du aufhörst, ihn zu lieben. Im Gegenteil, es tut nur weh, weil du denjenigen immer noch liebst. – Pos. 3199

 

Zu Beginn der Geschichte geht es vor allem um die Anziehung zwischen Whitney und Cole, die sofort spürbar ist. Die Gefühlsebene dagegen lässt relativ lange auf sich warten, obwohl man beim Lesen das Gefühl nicht los wird, dass die Gefühle unterschwellig vorhanden sind. Daher steht logischerweise auch die Beziehung sowie deren Entwicklung der Protagonisten im Fokus der Handlung. Ich fand es jedoch schön, dass es nicht nur um Whitney und Cole ging, sondern es auch viele wunderbare Momente mit Whitneys Freundinnen Tahlia und Lennon gab. Die drei Frauen haben eine beneidenswerte Freundschaft mit viel Loyalität und Liebe für die jeweils andere.

„The Bartender“ wirkt am Anfang wie diese leichte Romanze, aber die Story geht doch etwas tiefer als zunächst von mir angenommen. Das Buch ist unterhaltsam, süß, ohne jedoch zu kitschig oder übertrieben zu werden. Piper Rayne hat hier alles genau im richtigen Maß eingesetzt, sodass „The Bartender“ am Ende nicht nur richtig viel Spaß machte, sondern mich auch sehr überzeugen konnte.
 

KURZ & KNAPP

 

Wenn jemand der dich lieben soll, dich behandelt als wärst du austauschbar, kannst du dir nur schwer vorstellen, dass du irgendetwas wert sein sollst. – Pos. 1565

 

Unterhaltung und Romantik, aber dennoch genügend Tiefe in der Story? Dann unbedingt zu „The Bartender“ greifen! Sowohl Charaktere als auch Handlung waren gut ausgearbeitet und gingen weiter, als nur kurz an der Oberfläche zu kratzen. Dennoch war die Story leicht und unterhaltsam zu lesen. Die Entwicklung und Interaktion zwischen Whitney und Cole machte auf jeden Fall viel Spaß, aber auch die Szenen mit Whitneys Freundinnen sorgten für viele Lacher. Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher.


 
Bibliografie
Forever by Ullstein – ET: Februar 2018 – 248 Seiten – Band 1 – eBoook – 4,99 EUR
Originaltitel: Charmed by the Bartender – übersetzt von Dorothee Witzemann

San Francisco Hearts (unabhängig voneinander lesbar)
Band 1: The Bartender
Band 2: The Boxer
Band 3: The Banker

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