Wieso ich nicht glaube, dass ich Bücher zu gut bewerte

Übers lesen und bloggen

Anmerkung: Auf diesen Beitrag bin ich gestoßen, als ich meinen alten Blog Elas Leselounge nochmal durchgeschaut habe, ehe ich ihn vollständig vom Netz genommen habe. Diesen Beitrag habe ich im April 2015 veröffentlicht, ihn aber aus welchen Gründen auch immer nicht mit zu Literaturliebe genommen. Ich habe diesen Beitrag etwas überarbeitet und möchte ihn jetzt gerne nochmals veröffentlichen, da ich das Thema immer noch aktuell finde.


Keine Bewertungen mehr auf Literaturliebe

Obwohl ich mittlerweile die Bewertungen auf dem Blog abgeschafft habe, ist dies trotzdem ein Thema, dass mich immer wieder beschäftigt. Ich führe hier auf dem Blog keine Bewertungen mehr, weil ich in letzter Zeit zu oft das Gefühl hatte, dass die Bewertungen nicht passen. Oft konnte ich mich nicht entscheiden, ob es nun die oder die Punktzahl werden soll. Es war wie ein Puzzleteil an eine Stelle zu setzen, das dort einfach nicht hingehört. Dennoch habe ich natürlich eine grobe Zahl im Kopf, in welche Richtung die Rezension gehen soll.
 

Statistikauswertung und die Fragen, die ich mir stelle

Ich bin ein Statistikliebhaber. Ich führe eine Excel-Tabelle mit meinen gelesenen Büchern im Jahr. Neben Titel und Autor kommt noch die Seitenzahl, der Verlag, der Monat, in dem ich das Buch gelesen habe und eine persönliche Bewertung hinzu. Was mir mit Blick auf meine Tabelle immer wieder auffällt: Viele Bücher bekommen auf den ersten Blick eine Bewertung von 4 oder 5 Punkten. Der Blick auf das jeweilige Endjahresergebnis sagt aber teilweise etwas anderes aus: Die Durchschnittsbewertung am Ende des Jahres 2015 lag bei 3,98 Punkten (bei 71 gelesenen Büchern), 2016 bei 3,88 Punkten (bei 51 gelesenen Büchern) und 2017 bei 4,0 Punkten (bei 36 gelesenen Büchern). 2018 bin ich derzeit bei durchschnittlich 3,63 Punkten (bei 44 gelesenen Büchern). Also eigentlich immer noch ganz gut aber dennoch minimal schlechter als 4 oder 5 Punkte. Eher ein gutes Mittelfeld.

Wenn ich mir die einzelnen Bewertungen aber angucke und bspw. drei Bücher hintereinander 4 oder mehr Punkte gegeben habe, stelle ich mir unwillkürlich die Frage, ob ich die Bücher zu gut bewerte. Oder ob bei dem einen oder anderen Buch ein Punkt weniger auch gereicht hätte. Ob ihr als meine Leser die Rezensionen noch ernst nehmt, wenn ich drei gute Rezensionen hintereinander veröffentliche.
 

Warum lese ich Bücher?

Bevor ich auf das Thema weiter eingehe, möchte ich gerne erst einmal die Frage klären, warum ich lese. Ich lese Bücher, weil es mir Spaß macht, weil ich gerne in die Geschichten eintauche und es für mich meine persönliche Art der Entspannung darstellt. Wo andere also Sport machen oder sich kreativ ausleben um einen Ausgleich zu finden, da greife ich zum Buch. Ich lese nicht, weil ich nach Fehlern oder irgendwas suchen will, nur damit ich eine schlechte Rezension zu dem Buch schreiben kann. Wenn ich mich für ein Buch entscheide, dann schlicht und einfach, weil es mich interessiert. Weil ich die Geschichte oder die Thematik dahinter spannend finde oder weil ich bereits ein oder mehrere Bücher des Autors oder der Autorin gelesen habe. Damit treffe ich ja quasi schon meine Vorentscheidung. Das heißt ja nicht automatisch, dass mir das Buch auch gefällt. Mein Lieblingsbeispiel: Ich bin ein sehr großer Fan von Anne Freytag und habe jedes Buch von ihr gelesen. Trotzdem mochte ich ein Buch von ihr nicht wirklich. Es passt halt nicht immer. Aber wenn das Buch meine Erwartungen erfüllt, ist es natürlich umso besser! Warum soll ich das Buch dann nicht gut bewerten, wenn es mir gefallen hat?
 

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Das Bauchgefühl beim Rezensionen schreiben

Ich überlege mir genau, wie und was ich in die Rezension schreibe oder schreiben möchte. Ich gebe zu: Wenn ich das Buch beendet habe und es mir wirklich gefallen hat, würde ich am liebsten fast immer 5 Punkte vergeben und bin oft total euphorisch. Wenn ich mich dann aber an die Rezension setze und das Buch und meine Notizen noch mal Revue passieren lasse, denke ich natürlich darüber nach, ob es Dinge gab, die mich gestört haben. Ich überlege nochmals, wie die Geschichte und deren Umsetzung war, wie mir die Charaktere und deren Entwicklung gefallen hat und ob ich den Schreibstil mochte. Auch das Setting selbst, Gefühle, Tiefe und das Ende spielt bei meiner Bewertung eine Rolle. Wenn es Dinge gab, die mich doch gestört oder nicht überzeugt haben, versuche ich es mit in die Rezension einfließen zu lassen. Letztendlich spielt mein Bauchgefühl also vielleicht eine Rolle bei der Bewertung und dem Rezensieren von Büchern, aber trotzdem hinterfrage ich beim Schreiben der Rezensionen nochmals viele Punkte (quasi wie eine Checkliste, die ich im Kopf abarbeite).

Ich kann für mich selbst sagen, dass meine Rezensionen des jeweiligen Buches zu dem Zeitpunkt, als ich das Buch gelesen habe, meine Meinung auch genauso widerspiegeln. Natürlich heißt das wie immer nicht, dass dir oder jemand anderem das Buch gefallen muss, denn die Rezensionen sind rein subjektiv. Und sicherlich würde ich heute ich einige Bücher, wenn ich sie nochmals lesen würde, anders bewerten, da ich heute anders empfinde. Ich glaube bspw., dass ich einen Großteil der New Adult Romane, die ich den Jahren 2014/2015 total begeistert gelesen habe, heute ganz anders betrachten würde. Aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Rezension war mein Gefühl einfach so.
 

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Abgebrochene Bücher

Zum Abschluss: Ich habe wirklich keine Probleme (mehr) damit, Bücher abzubrechen. Nicht jedes Buch ist für einen gemacht und auch meine Zeit ist begrenzt, als das ich sie mit Dingen und Büchern füllen möchte, die mir nicht gefallen. Teilweise gibt es zu diesem Buch dann auch eine Abbruch-Rezension, in der ich versuche darzulegen, warum ich das Buch abgebrochen habe. Dennoch vergebe ich für abgebrochene Bücher keine Punkte. Somit fließen diese Bücher auch nicht in meine durchschnittliche Bewertung am Jahresende ein.

Was denkt ihr über das Thema?

17 thoughts on “Wieso ich nicht glaube, dass ich Bücher zu gut bewerte”

  1. Aloha, Ela.
    Kunst läßt sich eher unvollständig – um nicht zu sagen schlecht – mit Punkten bewerten; vermutlich weil Punkte Zahlen sind & somit in unserer „rationalen“ Welt schnell zum Absolutum werden. Kunst hat mit individuellem Austausch zu tun, weswegen die Schilderung eigener Befindlichkeiten, Angesichts einer Kunst, noch am nahesten einer Einschätzung entsprechen können.
    Punkte können deshalb einzig als Schnellindikator angesehen werden – um eine Betrachtung der Kunst per se kommt keiner wirklich herum. Denke ich.

    Niemand muß sich dafür entschuldigen drei oder vier Bücher hintereinander für gut bewertet zu haben (mit oder ohne Punkte). Wer eine Besprechung liest(hört/sieht) kann auch nach einiger Zeit zwischen den Zeilen lesen. Gefälligkeits-Rezis laufen dabei schnell auf Grund, weil ein Engagement, eine Auseinandesetzung mit dem Thema fehlt. Texte mit Leidenschaft springen einem dabei ins Auge. Wobei die Leidenschaft nicht ostentativ wirken muß. Zwischen den Zeilen, wie gesagt.

    Eine jede Rezension ist subjektiv – absolut wahr! Yay! 🙂

    Man/frau kann die eigenen Rezensionen wie Tagebucheinträge betrachten; hier käme auch niemand auf den Gedanken, Eindrücke nachträglich an das Heute anzugleichen. Eher wird ein aktueller (!) Text geschrieben. Besprechungen sind Momentaufnahmen!

    „Kein Buch ist die absolute Wahrheit. Jeder erkennt darin ein Teil der eigenen Wirklichkeit.“
    (Myrelle Minotier)

    bonté

    1. Hallo,
      ich stimme dir auf jeden Fall zu, Kunst/Schreiben/Was auch immer lässt sich nicht immer in Punkte quetschen, aber oft ist es sehr hilfreich für einen ersten Anhaltspunkt. Es stimmt sicherlich, dass man irgendwann auch zwischen den Zeilen lesen kann, aber trotzdem ist da manchmal ein komisches Gefül, dass man nicht mehr ernst genommen wird, obwohl ich immer ehrlich meine Meinung wiedergebe und auch nicht vor negatigen Rezensionen zurückscheue.

      Letztlich ist ja aber sowieso immer alles subjektiv, von daher spielt das vielleicht auch alles nur eine Nebenrolle 🙂

      Alles Liebe, Ela

      1. …zwar lese ich erst seit kurzem Deine Buchbetrachtungen, aber ernst nehme ich Deine Meinung stets.
        Dezent off-topic (nach einem Blick auf Twitter) – ein Brünette mit roten (?) Strähnen steht Dir ebenso gut.

        bonté

        1. Vielen Dank. Es ist eigentlich kein rot drin bzw. war das braun schon die Notlösung, da mir das Kupfer, mit dem wir vorher gefärbt haben nicht zugesagt hat. Ein rot ist wenn überhaupt eigentlich nur minimal zu erkennen. Mein blond mochte ich dennoch lieber, aber an das braun gewöhne ich mich sicherlich auch irgendwann.

          Liebe Grüße, Ela

  2. Ich setze noch auf meine Punkte Bewertung, einfach weil das doch nochmal ein Anhaltspunkt für viele Leser ist, die vielleicht keine Lust haben die komplette Rezension zu lesen (auch wenn das natürlich schade ist). Kann aber auch verstehen, wenn man das nicht einführt. Ob man sowas mag ist ja geschmackssache und jedem selbst überlassen.

    Kann dir aber nur zustimmen, ich denke auch nicht das ich zu gut bewerte, da ich mir in jeder Rezension Gedanken darüber mache was mir gefallen hat und was nicht und das auch offen und ehrlich schreibe.

    1. Hallo Nicole,

      ich finde die Punktebewertung eigentlich auch klasse und orientiere mich da auch oft dran, muss ich gestehen, aber manchmal fühlte mich trotzdem unwohl damit, sodass ich sie weggelassen habe.

      Ich denke jeder schreibt ehrlich, was er denkt, aber es bringt mich manchmal einfach ins grübeln, ob ich noch ernst genommen werde. Aber letztlich kennt man ja seinen eigenen Lesegeschmack am besten. Auch wenn es sicherlich Fehlgriffe gibt, so kann man für gewöhnlich ja ganz gut einschätzen, was einem gefällt.

      Alles Liebe, Ela

  3. Hallo Ela,

    gleich zu Beginn gesagt, danke für diesen Beitrag. Ich finde ihn toll.

    Über Bewertungen wird ja des öfteren philosophiert. Sternchen, Honigkuchenpferde oder Schlagworte, was nimmt man da am Besten? Dafür gibt es keine Allroundantwort. Ich finde, jeder sollte es so machen wie er es für richtig hält bzw. mit was er sich am wohlsten fühlt.

    Ich persönlich vergebe „Pfoten“, das typische 1 bis 5 Punkteprogramm, aber ich lasse die halben Sachen weg, weil mich das nervt.
    Wenn ich auf anderen Blogs stöbere sind mir die Punkte recht egal.
    Ich mag Rezensionen, die in Abschnitten aufgeteilt sind, ich benötige dazu auch keine separate Überschrift. Es soll mich nur nicht erschlagen.
    Klar, das Fazit darf ich nicht vermissen, das wäre nett.

    Die Idee abgebrochene Bücher nicht zu bepunkten finde ich gut. Ich gebe zu, ich vergebe 1 Punkt lt. meiner „Bewertungsrichtlinie“, obwohl ich bis jetzt tapfer war und noch keins abgebrochen habe. Nenn mich Glückspilz 🙂

    Liebe Grüße
    Tina

    1. Hallo Tina,

      vielen Dank für die netten Worte.
      Ich habe auch nichts dagegen, wenn eine Rezension keine Punkte enthält, aber ich finde für mich persönlich fehlt etwas unter meinen eigenen Rezensionen, wenn da nichts ist. Lustigerweise habe ich nach diesem Beitrag ein Plugin gefunden, mit dem man verschiedenen Kriterien eine Punktzahl geben kann (von 1 bis 10) und die dann einen Durchschnitt daraus bildet. Dieses Plugin werde ich jetzt zukünftig verwenden, da ich das ganz praktisch finde und so verschiedenen Dingen eine Punktzahl geben kann ohne mir dann überlegen zu müssen, was ich am Ende denn nun für eine Gesamtbewertung abgebe.

      Abgebrochene Bücher zu bewerten finde ich schwierig. Klar könnte ich auch nur einen Punkt geben, aber da ich es nicht zu Ende gelesen habe und damit nicht das ganze Buch beurteilen kann, lasse ich das mit der Bewertung und schreibe eine allgemeine Rezension dazu. Aber tapfer, dass du noch kein Buch abgebrochen hast. Ich habe mittlerweile gelernt, mich da nicht mehr durchzuquälen 🙂

      Alles Liebe, Ela

  4. Hallöchen,
    wie heißt dieses Plugin denn? Sowas suche ich schon so lange, weil ich eine 5-Sterne-Bewertung auch zu simpel finde, aber auch nicht gar keine geben möchte.
    Deshalb kann ich deine Gedanken zu dem Thema ganz gut nachvollziehen. Ich hab die Bewertungen erst durch Wörter wie „Leseempfehlung“ und „Highlight“ ausgetauscht, aber das war für mich auch nicht das wahre.
    Liebste Grüße, Kate

    1. Hallo Kate,

      die Bewertung mit den „Leseempfehlung“ etc. hatte ich auch mal, war für mich aber auch nicht das richtige.

      Das Plugin heiß WP Review. Du musst erst ein paar Einstellungen vornehmen und findest dann unter dem jeweiligen Beitrag ein Kästchen, wo du deine Kriterien eintragen kannst (Punktzahl 1-10)

      Viele Grüße, Ela

      1. Hallöchen,
        danke dir! Ich hab mir das mal angeschaut, aber momentan keinen Nerv, mich da reinzudenken 😀
        Vielleicht kommt die Muse mal wieder. Ich finde es aber sehr cool!
        Liebste Grüße, Kate

  5. Liebe Ela,
    ich bin schon seit einer Weile von der Punktebewertung weg, weil es auch für mich schwer war, meine derzeitige Leselaunen in diese Punkte zu zwängen. Auch kann es sein, dass ich Bücher, die ich vor 3 Jahren gelesen habe 5 Punkte gegeben habe, wenn ich sie heute wieder lesen würde, nicht über 3 hinaus kommen würden.
    Ich schreibe jetzt meistens am Ende der Rezension ein Fazit mit Leseempfehlung, und für wem ich persönlich denke, das Buch ein Highlight wäre.
    Alles andere ist eh nur eine eigene Meinung.

    Liebe Grüße Anett.

    1. Hallo liebe Anett,
      das ist richtig, ich hatte auch oft diese Probleme, irgendwo etwas reinzuquetschen, was nicht passt, daher hatte ich es eine Weile weggelassen. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, daher bin ich mit meiner derzeitigen Lösung dieser Durchschnittsbildung mittels Plugin ganz zufrieden momentan. Das gibt mir die Möglichkeit, einzelne Kriterien zu bewerten. Klar kann es sein, dass ich Bücher von vor 5 Jahren heute anders bewerten würde. Das habe ich ja oben im Text auch geschrieben, dass es zum damaligen Zeitpunkt einfach meine Meinung war, aber ich sicher bin, heute anders zu empfinden. Aber dann müsste ich die komplette Rezension in Frage stellen, denn wenn ich damals 5 Punkte vergeben habe und heute bspw. nur noch 3 Punkte, dann muss es ja Dinge geben, die mich heute stören. Wenn ich damals die Charaktere total toll fand und darüber in der Rezension geschwärmt habe, kann ich sie heute blöd finden und dementsprechend müsste man immer jede einzelne Rezension ändern – unabhängig ob Punkte verteilt wurden oder nicht.

      Liebe Grüße, Ela

  6. Als ich vor einem halben Jahr meinen Blog begonnen habe, habe ich mir die Frage gestellt, ob ich Bücher und Filme mit Punkten oder ähnlichen bewerten möchte. Letztens endlich habe ich mich sowohl bei Rezensionen als auch bei meinem Monatsrückblick dagegen entschieden, weil ich mich bei dem Konzept nicht wohl fühle. Es spielen beim Lesen verschiedene Dinge ein, handelt sich bei dem Buch um eine Reihe, bei der man immer euphorisch ist? Oder bin ich in dem Moment für die Thematik anfänglich und deswegen so begeistert? Gebe ich dem Buch fünf Punkte, obwohl es objektiv weniger wären?
    Ich habe mich oft gefragt, was der Maßstab ist, an dem ich Bücher bewerte. Ich würde sie unweigerlich mit anderen Romanen vergleichen und würde ewig lange über die Punktzahl nachdenken.

    Mir ist beim Lesen verschiedener Rezensionen, dass für mich die Punktzahl wenig relevant ist. Man merkt auch so, ob ein Buch gut angekommen ist oder nicht. Eine nachvollziehbare Argumentation steht für mich im Vordergrund. 🙂

    Liebe Grüße, Nadine

    1. Hallo Nadine,
      deine Argumente kann ich nachvollziehen und sicherlich fragt man sich, wo der Maßstab ist, und sicherlich spielen viele Faktoren eine Rolle bei einer möglichen Bewertung. Daher war es für mich auch immer schwer, irgendwo eine Punktzahl zu vergeben. Mit dem Plugin, dass ich mittlerweile verwende, kann ich aber genau diesen Kriteren eine Punktzahl zuordnen. Schreibstil war blöd, aber die Charaketere toll? Dann wird das jetzt so bewertet.

      Letztendlich muss wahrscheinlich jeder für sich selbst herausfinden, was für ihn am besten passt. Meinem Blog gibt es seit mittlerweile fast 5 Jahren und dementsrprechend viele Experimente habe ich auch schon durch. Um am Ende empfindet jeder jedes Buch sowieso anders, Punktzahl hin oder her. 🙂

      Alles Liebe, Ela

  7. Hey Ela,
    ich habe deinen Beitrag eben in der Linkliste von Smalltownadventure gefunden 🙂
    Am wichtigsten finde ich eigentlich den Punkt der Buchauswahl, denn letztendlich lesen wir alle vermutlich schon seit Jahren und wissen somit in etwa, was uns gefällt und was nicht. Natürlich gibt es manchmal Fehlgriffe oder Bücher von unseren Lieblingsautoren*innen, die uns nicht so gefallen. Aber dadurch, dass man seinen Geschmack gut kennt bleibt es einfach nicht aus, dass man hauptsächlich auch ganz gut bewertet. Wobei der Jahresdurchschnitt bei dir ja nicht komplett nur super gut ist. Wenn es Leser eines Blogs stört, dass man Bücher „zu gut“ bewertet sind sie anscheinend fehl am Platz. Außerdem schreibt man Rezensionen für Bücher, die man geliebt hat meist eh lieber, als für Bücher, die man doof fand oder sogar abgebrochen hat. Ich bewerte abgebrochene Bücher gar nicht, nennen sie aber im Rückblick oder so. 🙂
    Seit dem ich Kategorien für meine Bewertungen nutze statt Sterne, Punkte etc. fällt mir das Bewerten leichter und ich fühle mich wohler.

    Danke für den interessanten Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Nicci

    1. Hallo Nicci,
      danke für deine Meinung und super, dass du diesen Beitrag gefunden hast 🙂
      Auf jeden Fall kennt man mit der Zeit seine Lesevorlieben, das wäre ja schlimm, wenn nicht. Ich selbst habe das eigentlich noch nicht mitbekommen, dass irgendjemand etwas gesagt hat, dass man zu gut bewertet, aber es ist mir einfach nur aufgefallen und hatte das Bedürfnis, dazu etwas zu sagen. Mein diesjähriger Jahresdurchschnitt ist vermutlich auch dem Umstand geschuldet, dass ich versucht habe, mich bei der Buchauswahl ein bisschen aus der Komfortzone zu bewegen und daher einige Fehlgriffe zu verzeichnen hatte. Aber damit kann ich trotzdem leben 🙂

      Deine Kategorien habe ich schon oft gesehen unter deinen Rezension und finde diese an sich super. Ich hatte das auch kurzzeitig in ähnlicher Form probiert, bin damit aber noch weniger klar gekommen. Da muss dann wohl offensichtlich doch jeder selbst herausfinden, was für einen am besten funktioniert. 🙂

      Liebe Grüße, Ela

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