Rezension

Jenny Blackhurst – Das Böse in deinen Augen

Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?
Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust – und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen.

 

GEDANKEN ZU „DAS BÖSE IN DEINEN AUGEN“

„Das Böse in deinen Augen“ ist mein erster Psychothriller der Autorin Jenny Blackhurst, der mich fast augenblicklich in den Bann gezogen und meine ganze Aufmerksamkeit gefordert hat. Die Autorin hat hier eine spannende, fesselnde und teils unbehagliche, düstere Geschichte geschaffen.

Zu Beginn hat man nur einzelne Fäden in der Hand, die von Imogen ausgehen. Ihre Kindheit in Gaunt, ihr ehemaliger Job in London, ihr Privatleben mit Ehemann Dan wird immer weiter mit Ellies Geschichte und die mysteriösen Ereignisse in Gaunt verknüpft. Imogen wird dabei eindeutig von der emotionalen Seite gesteuert, denn ihr Einsatz für Ellie geht sehr über das eigentliche Maß hinaus. Ellie wirkt auf den ersten Blick unschuldig, aber unter ihrer Oberfläche brodelt etwas. In der Stadt wird sie als Hexe bezeichnet, denn immer, wenn Ellie sich über jemanden aufregt, geschehen seltsame Dinge in Gaunt. Die Verbindung zu Ellie ist dabei fast immer eindeutig. Ellies Wutanfälle und Aussagen hatten etwas Gruseliges an sich und dieses Kind war mir wirklich nicht ganz Geheuer.

Jenny Blackhurst einen flüssigen Schreibstil. Kurze Kapitel erhöhen die Spannung, lassen einen aber immer etwas im Dunkeln. Die Geschichte hat ein gutes Tempo und als Leser hat man die Möglichkeit, sich seine eigene Meinung zu bilden und Vermutungen anzustellen, was es mit Ellie auf sich hat. Spannung wird ebenfalls dadurch erzeugt, dass die Handlung durch einige starke Nebencharaktere wie ihre Lehrerin oder einer ihrer Klassenkameradin gelenkt wird. Ich geriet immer mehr in diese Geschichte und fing irgendwann an, die logischen Erklärungen von Imogen in Frage zu stellen. Letztendlich hatte ich immer eine Gefühlsmischung aus Verwirrung, Ungläubigkeit und Schock in mir. Zum Ende hin nimmt der Verlauf eine überraschende Entwicklung, die aber dennoch zur Gesamthandlung passt und die ganze Manipulation in diesem Buch unterstreicht.

 

ZUSAMMENFASSEND

Jenny Blackhurst hat mit „Das Böse in deinen Augen“ einen spannenden Psychothriller geschrieben, in dem Manipulation eine große Rolle spielt. Die Gefahr, die von Ellie ausgeht ist nahezu greifbar und als Leserin fragte ich mich die ganze Zeit, was es mit diesem Kind auf sich hat. Die Autorin hat hier eine unbehagliche Geschichte geschaffen, die mich eindeutig überzeugen und in den Bann ziehen konnte.


{Werbung} Infos zum Buch

Bastei Lübbe || ET: April 2018 || 432 Seiten || Einzelband || Taschenbuch || 11,00 EUR
Originaltitel: The Foster Child || übersetzt von Sabine Schilasky


Rezensionsexemplar  
Vielen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Bastei Lübbe

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